Hilferuf nach Kündigung

Wer hat ein Gelände für die Hundespielstunde?

Rund 15 Hunde spielen bis unlängst immer sonntags bei der Hundespielstunde von Walter Zainzinger. Jetzt braucht er Hilfe bei der Suche nach einem neuen Gelände.

Warngau – Golden Retriever Benny saust eine Runde mit Jack Russel Hündin Fina, Dackel Schorsch balgt freundschaftlich mit Wuschel-Mix Bijou und Schäfermix Socke begrüßt die Kumpels. Seit mehr als zehn Jahren ist die Hundespielstunde von Walter Zainzinger auf dem Gelände der Hundeschule Teamgeist in Warngau der Höhepunkt der Woche für Mensch und Hund. Doch damit ist jetzt Schluss, denn Betreiberin Marion Unterlugauer erweitert das Angebot ihrer Hundeschule und nutzt nun auch Termine an den Wochenenden.

Rund zehn bis 15 Hunde und ihre Halter nutzen Sonntag für Sonntag den großen, sicher eingezäunten Platz der Hundeschule. Viele kommen seit Jahren. Es ist für die Hunde die einzige Möglichkeit, mal so richtig ohne Leine Gas zu geben und mit Hundekumpels frei spielen zu können. Doch damit soll nun Schluss sein. Zainzinger wurde von der Hundeschule wegen Eigenbedarfs gekündigt. Das ist bitter für Hund und Mensch. „Ich arbeite hauptsächlich als Rettungshundeausbilderin. Die Trainings finden an den Wochenenden statt“, erklärt Betreiberin Unterlugauer.

Die 59-jährige Hundetrainerin bildet vor allem extern aus, sodass die Wochenenden bisher für Zainzingers Hundespielstunde frei zur Verfügung standen. „Jetzt ist es mir aber gelungen, weitere Hundetrainer ins Boot zu holen und unser Angebot für Hundehalter auf die Wochenenden auszuweiten. Da haben wir auch die größte Nachfrage, denn genau dann haben die Hundehalter Zeit“, sagt Unterlugauer.

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Für die sonntäglichen Spielstunden - natürlich für Nach-Corona-Zeiten - sucht Zainzinger jetzt dringend ein geeignetes Gelände. „Wir brauchen mindestens 1000 Quadratmeter, die wir sicher einzäunen können. Das Gelände sollte in Holzkirchen oder im Umkreis von zehn Kilometern liegen“, wünscht sich Zainzinger. „Wir zahlen natürlich dafür, auch wenn damit die Spenden für den Tierschutz wegfallen.“

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Der 55-jährige Bruckmühler weiß: „Diese Stunden sind so wertvoll für die Hunde. Das Sozialverhalten der Tiere wird damit gefördert und sie können sich so richtig austoben.“ Dass die Hinterlassenschaften auf und um den Platz herum konsequent weggeräumt werden, ist für alle Hundehalter selbstverständlich. Gemeinden und Privatleute sind nun aufgerufen zu schauen, ob es ein passendes Grundstück gibt.

Wer Ideen hat, kann sich an Walter Zainzinger wenden: per Mail an kontakt@zainzinger.de und unter 01 71 /6 51 64 15.

Kathrin Suda

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