1. Startseite
  2. Lokales
  3. Holzkirchen
  4. Warngau

Riskantes Überholmanöver: BMW einer 79-Jährigen kracht frontal in Audi

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andreas Höger

Kommentare

Unfall
Ein schwerer Unfall ereignete sich am Dienstagabend (21. Dezember) auf der B 318 bei Lochham. (Symbolbild) © Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Bei einem Frontalzusammenstoß am Dienstagabend (21. Dezember) auf der B 318 bei Lochham erlitten eine Rottacherin (79) und ein Münchner (31) leichte Verletzungen. Die Rottacherin hatte den Unfall mit einem riskanten Überholmanöver verursacht, doch auch der Münchner muss sich verantworten - wegen Trunkenheit am Steuer.

Warngau - Nach einem schweren Unfall am Dienstagabend (21. Dezember) auf der B 318 bei Lochham (Gemeinde Warngau) musste die Bundesstraße für drei Stunden in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Wie die Holzkirchner Polizei mitteilt, stießen der BMW einer 79-jährigen Frau aus Rottach-Egern und der Audi eines 31-jährigen Münchners frontal zusammen. Beide überstanden den Unfall mit leichten Verletzungen.

Nach Angaben der Polizei war die Rottacherin gegen 21.20 Uhr mit ihrem BMW auf der B 318 in Richtung Tegernsee unterwegs. Auf Höhe von Lochham überholte sie, obwohl sich auf der Gegenfahrbahn ein Audi näherte, gesteuert von einem 31-jährigen Münchner. Ob die Frau den Audi übersah oder dachte, dass sie den Überholvorgang rechtzeitig schafft, ist unklar. Die beiden Autos stießen frontal zusammen.

Wie die Holzkirchner Polizei mitteilt, zogen sich beide Unfallbeteiligte leichte Verletzungen zu. Vorsorglich wurden sie in die Krankenhäuser nach Agatharied und nach Bad Tölz gefahren und behandelt.

Den Gesamtsachschaden schätzt die Polizei auf rund 65 000 Euro. Beide Fahrzeuge sind wirtschaftliche Totalschäden. Der Audi hatte einen wert von 40 000 Euro, der BMW kommt auf 25 000 Euro. Beide Wracks wurden abgeschleppt und sichergestellt.

Gegen die Rottacherin leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Vergehens der Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Ein unfallanalytisches Gutachten soll den Ablauf des Zusammenstoßes dokumentieren.

Auch für den 31-jährigen Münchner wird der Zusammenstoß ein juristisches Nachspiel haben. Er hat den Unfall mutmaßlich zwar nicht verursacht, war zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes am Dienstagabend aber alkoholisiert. Sein Pegel lag laut Polizei zwischen 0,5 und 1,1 Promille; gegen ihn wurde ein Verkehrsordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet.

Die B 318 war aufgrund der Unfallaufnahme durch die Polizeiinspektion Holzkirchen für drei Stunden beidseitig gesperrt.

Die Feuerwehren Holzkirchen und Warngau rückten mit jeweils 20 Mann aus und halfen bei der Räumung der Unfallstelle. Die Straßenmeisterei war ebenfalls vor Ort.

Auch interessant

Kommentare