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Radeln in Warngau: Um sicher nach Holzkirchen zu gelangen, bleiben Radfahrern aus Warngau derzeit nur Feldwege neben der B 318. Die Gemeinde will das ändern.

Schnellstraße für Alltagsradler

Warngau plant Radweg nach Holzkirchen

Warngau – Damit mehr vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, braucht es attraktive, alltagstaugliche Radwege. Die Gemeinde Warngau will eine schnelle Radverbindung nach Holzkirchen schaffen.

Radeln im Oberland heißt bislang meist Freizeit in schöner Landschaft. Doch um mehr Verkehr vom Auto zu verlagern, müssen die Kommunen eine andere Zielgruppe ins Visier nehmen: Alltagsradler. Das hat auch der Experte geraten, den die Gemeinde Warngau mit einem Radkonzept beauftragt hat (wir berichteten). Neben Radabstellanlagen an Bahnhof und Rathaus, die demnächst entstehen, nimmt jetzt ein größeres Projekt Fahrt auf: Die Gemeinde will eine attraktivere Fahrrad-Verbindung nach Holzkirchen schaffen, kündigte Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) im Gemeinderat an. 

Warngauer, die in der Marktgemeinde kleinere Besorgungen und Termine erledigen wollen oder dort arbeiten, könnten dadurch leichter mal aufs Auto verzichten. Denn weit ist es eigentlich nicht: Von der Bundesstraßen-Kreuzung mitten in Oberwarngau bis zum Holzkirchner Marktplatz sind es gerade mal sechs Kilometer. Die führen allerdings entweder über die schmale und gefährliche Staatsstraße 2573 oder in weiten Teilen über Feldwege, die nur für Schönwetterradler taugen. Der etwas längere Weg über die viel und schnell befahrene B 318 bietet mangels Sicherheit nicht an. 

Thurnhuber schwebt eine Verbindung auf möglichst gerader Linie ohne Umschweife vor, denn Alltagsradler haben keine Zeit zu verschenken. „Ein Radfahrer möchte nicht drei Schleifen durch die schöne Landschaft ziehen, sondern effektiv fahren“, so Thurnhuber. Freizeitrouten würden deshalb auch nur von Freizeitradlern genutzt – „und nicht von dem, der zum Bahnhof will“. 

Eine passende Trasse muss erst noch gefunden werden. Als Wegweiser für den neuen Radweg könnte etwa die Bahnlinie zwischen dem Wohngebiet Am Einfang am nordwestlichen Ortsrand Oberwarngaus und der Tegernseer Straße am Südrand Holzkirchens dienen. Der Radweg könnte bei Lochham auf die Staatsstraße 2573 oder am Kogl vorbei weiter Richtung Thanner Straße vorstoßen. 

Mit dem Nachbarbürgermeister Olaf von Löwis (CSU) hat Thurnhuber schon Kontakt gesucht. „Wir finden das einen guten Ansatz“, sagt Löwis, zumal es aus dem Ortsteil Marschall ohnehin den Wunsch gibt, den Geh- und Radweg vom Holzkirchner Ortsende an der Staatsstraße 2573 entlang fortzuführen. Dort seien allerdings die erforderlichen Grundstücke schwierig zu bekommen. Welche Trassen also in Frage kommen, „das müssen wir sehen."

Von Katrin Hager

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