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Zwölf Motive für alle Jahre: Der Infinity-Kalender ist immerwährend, also ohne Wochentage, angelegt und damit jedes Jahr aufs Neue aktuell. Fotograf Thomas Plettenberg hat darin seine persönlichen Lieblingsmotive verewigt.

Seit 20 Jahren auf du und du mit der Kuh

Thomas Plettenberg legt Kuhkalender-Jubiläumsedition auf

Ob knietiefer Morast oder wütende Stiere: Unser Fotograf Thomas Plettenberg scheut das alles nicht, wenn er auf die Pirsch nach dem perfekten Kuhfoto geht  er findet darin Entschleunigung. Zum Jubiläum veröffentlicht er nun einen immerwährenden Kuh-Kalender als Sonderedition.

Landkreis – Auf die Kuh kam Thomas Plettenberg schon während seiner Ausbildung bei unserer Zeitung Anfang der 1990er-Jahre. Bei einem Fototermin für eine Almbegehung musste er warten, als ihn eine neugierige Kuh von hinten einfach anschleckte. Die Kamera hatte unser Fotograf eh zur Hand – und drückte ab, als die Kuh ihm scheinbar keck die Zunge rausstreckte. Ab da war’s um ihn geschehen – das Kuhfaible hat ihn nicht mehr losgelassen. Wenige Jahre später zeigte er seine erste große Kuhfoto-Ausstellung am Spitzingsattel mit lebensgroßen Motiven – 1998 war das. Im kommenden Jahr also vor 20 Jahren. Das Jubiläum hat unser Fotograf zum Anlass genommen, neben seinem jährlichen Kuhkalender ein Best-of zusammenzustellen: in einem Infinity-Kalender, einem immerwährenden also.

Das Bild, mit dem alles begann, ist natürlich auch drin. Eines der Bilder entdeckte der Fotograf indes erst auf den zweiten Blick für sich: die rennende Kuh. „Das war für mich früher einfach nur unscharf“, erinnert sich Plettenberg. Jahre später fiel es ihm wieder in die Hände – und faszinierte ihn mit seiner Dynamik: „Das gibt es ganz selten, dass eine Kuh so läuft – mit erhobenem Schwanz. Da geht mir das Herz auf.“ Bei der Auswahl der Motive legte er natürlich auch Wert darauf, dass man die Fotos auch wirklich immer wieder einen ganzen Monat gerne anschaut. „Das Auge findet immer wieder was neues.“

Langweilig wird es dem Warngauer mit seinen Kühen übrigens nie. Die Pirsch aufs Kuhmotiv bedeutet für ihn Entschleunigung. Was nicht bedeutet, dass es nicht auch mal spannend wird, denn der Fotograf hat schon einige brenzlige Situationen erlebt. „Wenn du flach in der Wiese liegst, ist das einfach gefährlich. Manchmal reicht eine ruckartige Bewegung, und sie laufen los.“ Einmal stupste ihn etwas von hinten an, als er gerade fotografierte. Als er sich umdrehte, stand er Aug’ in Aug’ mit einem jungen Stier, dem der Fremdkörper auf seiner Wiese so gar nicht passte. „Da hab ich die Füße in die Hand genommen – ich hätte einen Stock gebraucht, die Kamera kann ich ja schlecht nehmen.“ 

Wenn er unterwegs ist, nimmt ihn der Moment ganz ein. „Einmal hatte ich schon die Stiefel ausgezogen und die normalen Halbschuhe wieder an“, erzählt der Fotograf. „Da seh ich doch noch ein Motiv. Ich hab nur

geschaut, dass es schnell geht – und bin fast kniehoch im Schlamm in den Kuhtritten gestanden.“ Aber: „In dem Moment hat mich das nicht gestört, weil ich da gedanklich weg war.“

Das richtige Motiv zu finden, hat viel mit Glück zu tun – obgleich man natürlich ein Auge für die Situation braucht. „Natürlich kann ich sagen, heute gehe ich auf Kuh-Fang. Aber man kann sich glücklich schätzen, wenn dabei was rauskommt. Das kannst du nicht planen.“ 

Die Sonderedition

Der Ewige Kalender „20 Jahre meine Kühe“ im Format 60 mal 60 Zentimeter kann für 39,90 Euro auf Thomas Plettenbergs Homepage bestellt werden (Versand: 4,50 Euro).

ag

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