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Urkunden für zwei treue Mitglieder: Ortsvorsitzender Engelfried Beilhack (l.) und Josef Bierschneider (r.) als Fraktionssprecher im Kreistag überreichten im Namen der CSU Urkunden an die langjährigen Mitglieder Anton Schrädler (2.v.r.) und Anton Mehringer.

Warngau-Wall: Jahreshauptversammlung

CSU spricht über Flüchtlinge

Wall – Die Unterbringung von Flüchtlingen und die Kreisfinanzen: Zwei Dauerbrenner der politischen Debatten der vergangenen Jahre standen auch bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbands Warngau-Wall im Waller Gasthof Mehringer im Fokus.

1100 Asylbewerber leben derzeit im Landkreis Miesbach, in Warngau sind rund 60 untergebracht, die meisten davon in der Containeranlage in Oberwarngau. Nach und nach bekommen viele nun, wie berichtet, die Anerkennung. Für die Unterbringung der Menschen, die dann im angespannten Wohnungsmarkt der Region keine Wohnung finden und hier bleiben wollen statt zum Beispiel in größere Städte zu ziehen, sind dann die Kommunen verantwortlich. Doch dafür muss neuer Wohnraum geschaffen werden. 

Der Ortsverband um den Vorsitzenden Engelfried Beilhack, der auch im Gemeinderat sitzt, lässt sich von der Problematik nicht in Aufregung versetzen. Der Ortsverband geht die Themen der Zeit lieber besonnen und pragmatisch an. „Diese Menschen sind nun einmal da, da müssen wir eben schauen, wie wir das bestmöglich lösen“, sagt Beilhack. Momentan sei auch noch vieles unklar. Zum Beispiel, wie viele der anerkannten Flüchtlinge überhaupt dort bleiben wollen, wo sie zunächst ohne Wahlmöglichkeit von den Behörden zugewiesen wurden. 

Beilhack berichtete seinen Parteikollegen auch noch über weitere Themen aus der Kommunalpolitik. Zum Beispiel über das Radverkehrskonzept, das der CSU-Ortsverband über einen Antrag im Gemeinderat vor etwa drei Jahren angestoßen hatte. „Wir sind die einzige Flächenkommune im Landkreis ohne Radwege“, so Beilhack. Inzwischen gibt es, wie berichtet, ein Konzept, und die Gemeinde will erste Radverbindungen anpacken – etwa einen Weg von Oberwarngau nach Holzkirchen. 

Bei der Jahreshauptversammlung stand den CSU-Mitgliedern auch Josef Bierschneider als Sprecher der CSU-Kreistagsfraktion Rede und Antwort. Er ging unter anderem auf die Themen Asyl, vor allem aber die Entwicklung der Kreisfinanzen ein. Die Kommunen hoffen, dass die Umlage, die sie an den Landkreis abführen müssen, gesenkt werden kann. Der Landkreis hatte in den vergangenen Jahren gerade in den Neubau von weiterführenden Schulen Millionen investiert. Der Landkreis sei auf diesem Gebiet nun gut aufgestellt für die Zukunft. 

Neben den Delegiertenwahlen zur Bundeswahlkreis-Konferenz standen bei der Versammlung auch zwei Ehrungen auf der Tagesordnung: Beilhack dankte Anton Schrädler für seine Treue, der seit 40 Jahren der CSU angehört. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde ferner Hausherr und Wirt Anton Mehringer ausgezeichnet.

Von Katrin Hager 

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