Chancen auf eine Weltcup-Teilnahme hat Stefanie Scherer trotz des späten Starts des IBU-Cup.
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Chancen auf eine Weltcup-Teilnahme hat Stefanie Scherer trotz des späten Starts des IBU-Cup.

BIATHLON

Stefanie Scherer startet erst im Januar in die neue IBU-Cup-Saison

  • vonMichael Eham
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Dass die Wintersportlerinnen auf äußere Umstände angewiesen sind, ist nichts Neues. Steffi Scherer ist da keine Ausnahme.

Wall – Mal ist die Sicht für Skifahrer zu schlecht, mal liegt zu wenig Schnee zum Langlaufen und mal ist es zu windig, um faire Bedingungen für das Schießen auf eine Scheibe zu schaffen. „Ich freue mich darauf, wenn es in den nächsten Wochen mal richtig schneit“, sagt Biathletin Stefanie Scherer, die in der vergangenen Woche erstmals wieder auf Schnee trainiert hat.

In Oberhof fand der erste Lehrgang auf Skiern statt. „Auf den ersten Schneekilometern versuche ich das, was ich im Sommer technisch auf Rollen trainiert habe, auf die Ski zu bringen“, erklärt Scherer. Mit dem Coronavirus kommt in diesem Winter ein neuer Einfluss von außen auf die Internationale Biathlon Union (IBU) zu. Schon vor Beginn der Saison reagierten die Verantwortlichen und sagten den Auftakt in den IBU-Cup, die zweite Liga im Biathlonsport, vorsorglich ab.

So geht es für Stefanie Scherer erst im Januar 2021 mit dem Doppel-IBU-Cup Großen Arber (Bayern) so richtig los. Um die vielen Reisen während der Saison zu vermeiden, wurden auch im Weltcup einige Standorte zusammengelegt, sodass zum Beispiel die Wettkämpfe in Ruhpolding abgesagt wurden und stattdessen zwei Weltcupwochenenden hintereinander in Oberhof stattfinden.

Um aber dennoch die Automatismen zwischen den Biathletinnen und der Mannschaft hinter den Sportlerinnen wie Physiotherapeuten oder Skitechnikern eingespielt werden können und Scherer und ihre Kolleginnen in den Wettkampfmodus kommen –, nehmen die IBU-Cup-Starterinnen Anfang Dezember beim Alpencup in Obertilliach (Österreich) teil. „Ich hoffe, dass die Wettkämpfe starten und planmäßig durchgeführt werden können“, sagt Scherer mit Blick auf die kommende Saison.

Bis dahin hat sich die finale Vorbereitung aufgrund der coronabedingten Einschränkungen verändert. Statt nach Skandinavien zu fliegen, geht es für die Biathletin vom SC Wall Mitte November noch einmal eine Woche nach Martell (Südtirol) und dann nach Ruhpolding, um sich den letzten Schliff vor dem Saisonstart – der nun im Alpencup und nicht im IBU-Cup stattfindet – zu verschaffen.

Die Chancen, sich über den IBU-Cup für den Weltcup zu beweisen, hat Scherer trotz des verschobenen Saisonstarts gleichermaßen. Mit starken Auftritten in den insgesamt sechs IBU-Cups können die Starterinnen aus dem IBU-Cup auch für den Weltcup nominiert werden. In der vergangenen Saison gelang Scherer dies durch ihren Sieg in der IBU-Cup-Einzelwertung für den Weltcup in Kontiolahti (wir berichteten).

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