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Bei vielen unbeliebt: Tauben. 

Ein Greifvogel könnte noch helfen

Taubenfüttern bleibt erlaubt 

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Warngau – Taubenfüttern - das bleibt in Warngau weiterhin erlaubt. Der Gemeinderat hat nun einen entsprechenden Antrag abgelehnt. 

Kein Ort in Warngaus Größe hat ein Taubenfütterungsverbot. Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) hat extra nachgeforscht. Nur in einer kleinen italienischen Stadt ist er auf eine solche Maßnahme gestoßen. „Da geht es aber auch um Tourismus“, sagte er kürzlich im Gemeinderat. Denn dort stand endlich der Antrag von Anton Bader (FWG) auf der Tagesordnung, ein Taubenfütterungsverbot einzuführen. 

Doch der Bürgermeister sieht keinen Handlungsbedarf. „Wir haben die Leute darauf hingewiesen und an die Vernunft appelliert“, erklärte er. Mit einem Verbot wolle er den Taubenfreunden nicht entgegenwirken. „Ich habe das ja aber nicht aus Gaudi beantragt“, machte Gemeinderat Bader deutlich. Seit 2007 sei er auf die Tauben, die sich vor allem im Ortskern Warngaus aufhalten, aufmerksam geworden. „Taubendreck ist ätzend, der hinterlässt Schäden.“ Besonders das Kirchengebäude sei davon betroffen. Aber auch zwei Privatpersonen haben sich bei der Gemeinde gemeldet und über die Tauben beschwert. „Es sind heuer wieder mehr geworden“, so Bader. 

Gefüttert werden die Vögel nur von einigen wenigen im Ort. Die übrigen Gemeinderäte sehen dadurch keine Verschlimmerung des Problems. „Wenn man sie nicht füttert, ernähren sie sich woanders“, sagte Baders Parteikollegin Marlene Hupfauer. Bei der Abstimmung war lediglich Engelfried Beilhack (CSU) auf Baders Seite. Das Taubenfütterungsverbot wird demnach nicht in Warngau Einzug erhalten. 

Bader ist mit der Entscheidung nicht einverstanden, wird das Thema aber erst einmal dabei belassen. „Jetzt ist es schon so, wie es ist“, sagte er auf Nachfrage. Man müsse das eben beobachten. Einen anderen Weg sehe er nicht, dem Problem entgegenzuwirken. Schließlich dürfe man innerhalb der Ortschaft ja auch nicht schießen – nicht einmal ein Jäger und er sowieso nicht. „Nur ein Greifvogel wäre eine Möglichkeit“, erklärte Bader. Entgegen der Meinung des übrigen Gemeinderats ist er aber sicher: „Wenn die Tauben nicht gefüttert werden, suchen sie sich einen anderen Platz.“

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