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Zwei Gastgeberinnen und ein Gastredner: Kreisbäuerin Katharina Klaus (r.) und ihre Stellvertreterin Maria Dießl mit Pater Stefan Havlik vom Deutschen Orden in Weyarn.

Landfrauentag in Warngau

Treffen der Vermittlerinnen

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Warngau - Der Kreisverband Miesbach hatte seine Landfrauen in den Gasthof Zur Post in Warngau geladen. Etwa 200 waren gekommen und durften sich von den männlichen Rednern schmeicheln lassen. 

„Es ist eine Pracht, in diesen Saal zu blicken und die vielen Bäuerinnen zu sehen.“ Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber fühlte sich am Donnerstag sichtlich wohl, rund 200 Landfrauen in seiner Gemeinde begrüßen zu dürfen. Geladen hatte zum Landfrauentag im Saal des Gasthofs Zur Post in Oberwarngau der Kreisverband Miesbach im Bayerischen Bauernverband. 

Kreisbäuerin Katharina Klaus betonte in ihrem Grußwort auch sogleich die gesellschaftliche Funktion der Landfrauen. „Wir sind eine starke Säule im Verband.“ Gerade das Ehrenamt der Ortsbäuerin sei wichtig, um den Berufsstand im Ort zu vertreten und als Vermittler zwischen Gemeinde, Landwirtschaft und Verbraucher aufzutreten. Dass auch die Verwaltung diese Aufgabe zu schätzen weiß, zeigten die Rathauschefs Jens Zangenfeind (Hausham), Josef Bierschneider (Kreuth), Georg von Preysing (Gmund), Andreas Hallmannsecker (Valley), Jakob Eglseder (Otterfing) und Dritter Bürgermeister Robert Wiechmann (Holzkirchen) mit ihrer Anwesenheit, ebenso wie Bezirksrat Josef Bichler.

„Das ist euer Tag“, rief auch Landrat Wolfgang Rzehak den Anwesenden zu. Ihnen sei es zu verdanken, dass im Landkreis Miesbach noch so vieles passe, dass Landschaft, Brauchtum und Lebensart erhalten bleibe. „Wir haben hier noch intakte bäuerliche Strukturen. Deswegen sieht es hier aus, wie es aussieht.“ Gleichzeitig rief der Landrat die Frauen dazu auf, sich noch mehr gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den USA, kurz TTIP genannt, zu wehren. „Ihr müsst noch deutlicher und stärker eure Meinung sagen und eure Interessen vertreten.“ Den Betrieben nütze es nichts, wenn sie ihren Käse in die Vereinigten Staaten verkaufen könnten. „Ihr müsst ihn hier verkaufen.“ 

Auch CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan verwies in seinem Grußwort auf den Stellenwert der Bäuerinnen. Ihre Arbeit und Leistungen seien es, die die Gesellschaft hier zusammenhalten, die Identität schafften. „Das ist die Basis, um zuversichtlich in die Zukunft zu schauen“, sagte er mit Blick auf die innen- und außenpolitischen Herausforderungen dieser Zeit. 

Auf einen Exkurs über den Begriff Heimat nahm schließlich Pater Stefan Havlik vom Deutschen Orden in Weyarn die Landfrauen mit. Er war erst am Mittwochnachmittag als Ersatzredner für den erkrankten Stefan Gabler vom Amt für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten Holzkirchen eingesprungen und begeisterte die Anwesenden mit einem launigen Vortrag zu einem Thema mit ernstem Hintergrund. 

Für das Rahmenprogramm sorgten der Miesbacher Bäuerinnenchor und zwei Theaterspieler des Trachtenvereins Valley. Sie zeigten zum Abschluss des Tages das psychologische Kammerspiel „Weizen auf der Autobahn“.

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