1. Startseite
  2. Lokales
  3. Holzkirchen
  4. Warngau

Trotz Siedlungsdruck: Warngau will „behutsam und maßvoll steuern“

Erstellt:

Von: Katrin Hager

Kommentare

Warngau mit der Pfarrkirche St. Johann Baptist im Luftbild
Warngau mit der Pfarrkirche St. Johann Baptist im Luftbild (Archiv) © Thomas Plettenberg

Wie kann und soll das Oberland dem Siedlungsdruck begegnen? Das wird eine Frage sein, wenn der Planungsverband den Regionalplan für die Region 17 fortschreibt. Die Gemeinde Warngau hat schon mal Stellung bezogen.

Warngau – Wie sollen sich die Siedlungen im Oberland künftig entwickeln? Die Leitplanken dafür will der Planungsverband der Region 17 für das Oberland von Bernbeuren im Kreis Weilheim-Schongau bis Bayrischzell im Kreis Miesbach und von Icking im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen bis Mittenwald im Kreis Garmisch-Partenkirchen bald neu setzen. Die Gemeinde Warngau äußert sich dazu in der laufenden informellen Vorabstimmung, hat der Gemeinderat beschlossen. Und macht mit der Stellungnahme klar: Warngau will sicherstellen, dass sich der Wohnungsdruck nicht in den kleinen Orten entlädt.

Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) verlas in der Sitzung den Entwurf der Verwaltung für die Stellungnahme der Gemeinde. „Die Überlegungen des Planungsverbands, die überproportionale Siedlungsentwicklung auf die Hauptorte zu lenken, ist der richtige Weg, um eine geordnete Ortsstruktur mit der notwendigen Infrastruktur so auch langfristig den Bürgern anbieten zu können“, heißt es darin. Auch dem Wunsch nach mehr Öffentlichem Personennahverkehr könne so leichter Rechnung getragen werden.

„Eine überproportionale Entwicklung in der Gemeinde Warngau entstehen zu lassen, um somit den Siedlungsdruck auf Oberbayern und den Bergregionen entsprechend zu entlasten, halten wir nicht für zielführend.“ Ziel der Gemeinde Warngau sei es, „die organische Entwicklung behutsam und maßvoll zu steuern, um fü unsere einheimische Bevölkerung ein zuhause zu erhalten und bestmöglich neu zu schaffen“.

„Organischer Entwicklung den Vorzug geben“

„Wir haben einen starken Druck in Oberbayern“, erklärte Thurnhuber. „Wir sind gut beraten, wenn wir der organischen Entwicklung den Vorzug geben und uns nicht im Übermaß entwickeln.“ Das sah auch Engelfried Beilhack (CSU) so: „Eine überproportionale Entwicklung entstehen zu lassen, um Druck auf Oberbayern zu nehmen, ist nicht unsere Aufgabe.“ Der Gemeinderat segnete die Stellungnahme einmütig ab.

Auf Reinhard Büchers (Grüne) Frage nach dem weiteren Zeitplan erklärte der Rathauschef, dass wohl ein bis eineinhalb Jahre vergehen dürften, bis der Planungsverband die Stellungnahmen aller Kommunen – der vier beteiligten Landkreise sowie ihrer 94 Städte und Gemeinden Kommunen – eingearbeitet habe und einen Entwurf für die Fortschreibung des Regionalplans vorlegen könne, zu dem die Kommunen wieder Stellung nehmen können.

ag

Auch interessant

Kommentare