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Totalschaden: Das Auto des 30-Jährigen ist schrott. Er überlebte die Kollision mit der BOB schwer verletzt.

„Was muss denn noch alles passieren“

Unfall am Bahnübergang Thann: Gemeinde fordert Schranken für mehr Sicherheit

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Nach der Kollision eines Autos mit einem BOB-Zug pocht die Gemeinde auf eine Beschrankung. Die Deutsche Bahn verweist derweil auf einen Umbau-Vorschlag. Im Rathaus will man konkrete Pläne.

Thann – Zwei Tote, ein Schwerverletzter und ein Beinahe-Unglück, all das innerhalb von sechs Jahren: Der unbeschrankte Bahnübergang bei Thann gehört zu den Unfallschwerpunkten entlang der Strecke der Bayerischen Oberlandbahn (BOB). Angesichts dieser Gemengelage pocht die Gemeinde Warngau seit Jahren darauf, ihn mit einer Schranke sicherer zu gestalten. Bislang vergebens. 

Nach der jüngsten Kollision eines Autos mit einem Zug, die der Fahrer schwer verletzt überlebt hat, verleiht Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) der Forderung nochmals Nachdruck: „Was muss denn noch alles passieren, bis man mal in die Gänge kommt.“

Die Problematik: Die jetzige Sicherung des Bahnübergang entspricht den Vorschriften. Ein rotes Blinklicht warnt Verkehrsteilnehmer vor heranrauschenden Zügen. Für Autos gilt Tempo 30. Zudem habe die Deutsche Bahn (DB), die das Schienennetz betreibt, auf dem die BOB fährt, Schilder montiert, die auf die erhöhte Unfallgefahr aufmerksam machen würden, erklärt ein DB-Sprecher auf Anfrage: „Es ist ein technisch korrekt gesicherter Bahnübergang.“

Das habe auch eine Verkehrsschau im Oktober 2016 ergeben. Dabei überprüfen Vertreter von DB, Polizei und Gemeinde turnusmäßig die Sicherheit an den Übergängen. Nichtsdestotrotz habe man, so sagt der DB-Sprecher, der Gemeinde Vorschläge unterbreitet, um die Sicherheit zu erhöhen. Ein Vorschlag beinhalte derweil durchaus den Umbau des Thanner Übergangs. Konkret würden die Straße verbreitert, die Einmündung in den Feldweg umgestaltet, und zwei Halbschranken montiert werden. Jedoch nur unter einer Prämisse: Der Bahnübergang etwas weiter nördlich bei Lochham müsste für den Verkehr geschlossen werden. Als Straßenbaulastträger müsste die Gemeinde einen solchen Umbau  – neben Bund und DB – zu einem Drittel mitfinanzieren. „Dieser Vorschlag liegt auf dem Tisch“, sagt der Unternehmenssprecher.

Was sich konkret anhört, ist in dieser Form jedoch offenbar nie im Warngauer Rathaus angekommen. Unterhalten habe man sich über die Option Umbau plus Schließung vor Jahren einmal, das schon, räumt Thurnhuber ein. Aber: „Ich möchte diesen Vorschlag schon schriftlich haben. Das muss ich mir näher anschauen.“ Schließt man den Übergang bei Lochham, fließe mehr Verkehr durch die kleine Ortschaft Thann. Ein erheblicher Eingriff in die Infrastruktur, findet er: „Ob das so durchdacht ist, ist die Frage.“

Im Laufe dieses Jahres treffen sich Gemeinde und DB erneut zu einer Verkehrsschau, bei der sie Optimierungsvarianten vor Ort erörtern wollen.

fp

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