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Nach Kutsch-Unfall mit Ilse Aigner: PETA appelliert an Politikerin, Leonhardifahrten abzuschaffen

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Von: Tanja Kipke

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Hier war alles noch sicher. Wenige Minuten, nachdem dieses Bild entstand, fiel die Ehrenkutsche mit Ilse Aigner und Jürgen Rode (Kreissparkasse) um, weil die Pferde vor einem Hund scheuten.
Hier war alles noch sicher. Wenige Minuten, nachdem dieses Bild entstanden war, fiel die Ehrenkutsche mit Ilse Aigner um, weil die Pferde vor einem Hund scheuten. © THOMAS PLETTENBERG

Die Kutsche von Landtagspräsidentin Ilse Aigner kippte bei der Leonhardifahrt in Warngau um, die Insassen fielen hinaus. PETA warnt seit Jahren vor den Risiken.

Warngau – Mit einem Schreck und blauen Flecken endete die Leonhardifahrt für Ilse Aigner am Wochenende in Warngau. Die Kutsche der Politikerin kippte um, nachdem ein Hund, der sich offenbar von seiner Leine losgerissen hat, die Pferde aufgeschreckt hatte. „Das letzte Stück bis zur Kirche sind wir einfach zu Fuß gegangen“, erzählte Aigner nach dem Vorfall gelassen.

Nach Kutsch-Unfall bei Leonhardifahrt: PETA fordert grundsätzliches Verbot

Die Leonhardifahrt konnte zum ersten Mal wieder in größerem Rahmen stattfinden, 2000 Besucher erschienen zur beliebten Veranstaltung in der Region. Die Tierschutzorganisation PETA nimmt den Kutsch-Unfall zum Anlass, um vor den Risiken solcher Fahrten zu warnen. Sie geht sogar so weit, an Ilse Aigner persönlich zu appellieren, sich für ein Ende der Tradition einzusetzen, da sie an „eigenem Leib“ erfahren habe, wie gefährlich eine Leonhardifahrt sein kann.

„Frau Aigner und die anderen Passagiere haben ein Riesenglück gehabt, denn Pferdekutschunfälle enden normalerweise nicht so glimpflich“, wird Peter Höffken, Fachreferent bei PETA, in einer Mitteilung zitiert. „Pferde sind Fluchttiere, schon das kleinste Erschrecken kann eine Tragödie auslösen. Insbesondere bei Kutschfahrten kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.“ Die Tierschutzorganisation setzt sich daher für ein grundsätzliches Kutschverbot ein.

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„Die Tiere gehören auf eine grüne Wiese, nicht vor Kutschen“ 

Es sei absurd, Pferde zu Ehren des heiligen Leonhard - der als Schutzpatron für Pferde gilt - vor eine Kutsche zu spannen. „Die Tiere gehören auf eine grüne Wiese, nicht vor Kutschen“, so Höffken. Dass sich die Landtagspräsidenten für das Ende der Leonhardifahrt einsetzen wird, bleibt zu bezweifeln. Wie sie nach dem Unfall berichtete, werde sie dennoch weiterhin gerne in eine Kutsche steigen. Sie ging sogar so weit, zu sagen: „Es war eine perfekte Leonhardifahrt.“ (tkip)

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