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Auch zwischen Holzkichen und Oberlaindern musste die Feuerwehr umgeknickte Bäume beseitigen. 

Die Schneise der Verwüstung

Unwetter richtet Schäden im Nordlandkreis an

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Warngau/Valley - Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen, umgestürzte Bäume und eine hängen gebliebene BOB: Zu gut 60 Einsätzen mussten die Feuerwehren wegen des Unwetters am Samstagabend im Nordlandkreis ausrücken. Verletzt wurde niemand, der Gesamtschaden ist offen.

Wie eine Schneise legte sich das Unwetter vor allem über die Gemeinden Valley, Warngau und Waakirchen, berichtet Kreisbrandrat Anton Riblinger. Dass es auch in Osterwarngau wütetete, wundert ihn nicht: „Das ist ein Gebiet, wo häufig starker Regen vorkommt“, sagt er. Dort hagelte es sogar. Zehn bis 20 Zentimeter hoch sei das Wasser gestanden. „Das Hauptaugenmerk aber lag darauf, die Bahnstrecke wieder freizubekommen“, meint der Kreisbrandrat. Denn eine BOB, die zwischen Darching und Holzkirchen unterwegs war, konnte gegen 18 Uhr kurzzeitig nicht weiterfahren. „Da waren zwei, drei Bäume auf das Gleis gestürzt.“ Die Fahrgäste mussten eine Weile im Zug ausharren, bis die Einsatzkräfte die Hindernisse beseitigt hatten.

Es war kurz aber heftig: Zu rund 60 Einsätzen mussten die Feuerwehren aus dem Nordlandkreis laut Riblinger am Samstag vor allem zwischen 17 und 18 Uhr ausrücken, um die Schäden des Unwetters aufzuarbeiten. Riblinger zufolge waren es viele kleine Vorfälle wie vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume, mit denen die insgesamt rund 120 Feuerwehrler zu kämpfen hatten. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Im Einsatz waren die Feuerwehren Warngau, Holzkirchen, Valley, Mitter- und Oberdarching, Hohendilching, Sonderdilching, Holzolling, Weyarn und Waakirchen .

In Oberlaindern stürzte ein Baum auf den Peugeot einer 71-jährigen Dortmunderin. Das Auto wurde an der Fahrzeugfront und am Dach beschädigt, berichtet die Polizei. Die Fahrzeuginsassen blieben unverletzt. Der Schaden beträgt circa 8000 Euro.

Im Mühltal gab es einen leichten Erdrutsch, und es lagen diverse Äste auf der Fahrbahn und auf der Kreisstraße Richtung Unterdarching, so die Polizei. Die Fahrbahnen wurden durch die Straßenmeisterei und die Feuerwehr gereinigt. Laut Riblinger war die Straße zwischenzeitlich gesperrt. Die Straßenmeisterei kümmerte sich auch um einen Gullideckel, den es unter der B 318 bei Lochham nach oben gedrückt hatte. Auf der A 8 richtete das Unwetter keine nennenswerten Störungen an, berichtet die Autobahnpolizei.

Die Feuerwehrler mussten einen langen Atem an den Tag legen. Die letzten Kameraden aus Warngau waren bis circa 22.40 Uhr im Einsatz.

Weitere Bilder vom Unwetter: 

Heftige Unwetter im Landkreis legen Bahnverkehr lahm

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