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VIVO-Vorstandsvorsitzender Thomas Frey und Beate Weindl sind mit dem neuen Anwenderprogramm, das speziell für Smartphones und Tablets entwickelt wurde, sehr zufrieden.

Damit müssen Sie dem Müllauto nie wieder nachlaufen 

Diese App ist nur für den Müll

Warngau – Jeden Abend dieser Mülltonnen-Terror: Wann müssen sie raus? Und welche war nochmal dran? Papier oder doch Biomüll? Diese Fragen gehören der Vergangenheit an: Jetzt gibt‘s eine App.

Die Müllabfuhr wird zunehmend digital. 2014 hatte das kommunale Abfallentsorgungsunternehmen VIVO bereits die Termin-E-Mail eingeführt. Dabei können sich Bürger kostenlos registrieren lassen und werden per Mail am Vortag erinnert, dass die Tonnenleerung ansteht. „Als wir das eingeführt haben, sind wir davon ausgegangen, dass wir maximal 1000 Nutzer bekommen werden“, berichtet Vorstandsvorsitzender Thomas Frey. „Aktuell haben wir schon 1500.“ Die Verbraucher nehmen den digitalen Service an.

Ihren Weg hin zu modernen Kommunikationsformen will die VIVO deshalb konsequent fortsetzen – mit der neuen App. Diese funktioniert vor allem als individueller und straßenbezogener Terminkalender, der zu einem frei wählbaren Zeitpunkt an die nächsten Leerungstermine erinnert. Ob mit oder ohne Ton: Der Nutzer kann sich seine Konfiguration selbst erstellen.

Darüber hinaus beinhaltet die VIVO-App, die es ab sofort kostenlos für Android- und iOS-Geräte im jeweiligen App-Store gibt, so ziemlich alles Wissenswerte rund um Müllentsorgung im Landkreis: Die Wertstoffhöfe sind ebenso erfasst wie die Containerstellplätze und der Flohmarkt im Zentrum Warngau. Mittels einschaltbarer GPS-Steuerung ist auch ein Routenplaner möglich. Öffnungszeiten, Müllgebühren, Erklärungen, Häckselaktionen und Problemmüllsammlung sind ebenfalls abrufbar.

Bei der App wollte die VIVO keine Kompromisse eingehen, erklärt Beate Weindl, die das Projekt federführend begleitet hat. „Deshalb haben wir eine native App gewählt, die extra für Smartphones und Tablets konzipiert wurde“, erklärt sie. Bei bloßer Anpassung der Homepage wäre die Nutzbarkeit zu sehr eingeschränkt gewesen. Doch genau die müsse passen.

Deshalb wurde ein Entwickler beauftragt, der bereits Erfahrung hat mit dem Erstellen von Apps für Entsorgungsunternehmen. Immerhin ist die benötigte Datenmenge bei allein schon 25 000 Haushalten enorm. Diese multipliziert mit Bio-, Papier- und Restmülltone und ergänzt mit Häcksel- und Sperrmüllaktionen – da kommt einiges zusammen.

Eine einfache Bedienbarkeit war dabei oberstes Gebot. „Menüführung und Einstellungen erklären sich von selbst“, sagt Weindl. Außerdem lassen sich mit der App beliebige viele Objekte verwalten. „Diese Funktion ist vor allem für Hausmeister interessant, die sich um mehrere Häuser kümmern müssen.“

Auch lässt sich der individuelle Abfuhrkalender ausdrucken, in Excel-Tabellen konvertieren und in den Outlook-Kalender laden. Frey: „Gerade in Gemeinden wie Holzkirchen und Weyarn, die straßenabhängig verschiedene Termine, ist das sehr hilfreich.“

Außerdem erreicht die VIVO via App die Leute mit aktuellen Meldungen. „Wenn beispielsweise schneebedingt eine Leerung ausfällt, können wir die Bürger direkt informieren und ihnen mitteilen, wann die Ersatzleerung stattfindet“, erläutert Frey.

10 000 Euro hat die Erstellung der App gekostet. „Diesen zeitgemäßen Service wollen wir aber bieten“, sagt Frey. „Das Kommunikationsverhalten der Menschen ändert sich. Da wollen wir uns nicht abhängen lassen.“

Zudem zahlt sich dieser Weg vielleicht in wenigen Jahren bereits aus. Denn allein eine einzige Auflage der Abfall-Broschüre sei teurer als die Kosten für die App. In den kommenden Jahren soll die Papierbroschüre weiterhin angeboten werden. Setzt sich die App allerdings durch, ist langfristig das Ende der Broschüre – oder zumindest ein Senken der Auflage – denkbar.

So funktioniert‘s

Wer die neue VIVO-App nutzen möchte, scannt entweder den unten stehenden QR-Code oder sucht die App im Apple-Store (für iPhones) oder Google-Play-Store (Android). Stichwort: VIVO Warngau. Nach dem Download einmal kostenfrei mit Adresse registrieren. Dann den individuellen Abfallfilter einstellen, fertig!

ddy

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