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Burschen-Festzelt fast täglich berstend voll: „Bis in den Morgen wurde getanzt“

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Von: Andreas Höger

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50 Jahre Burschenverein Oster- und Oberwarngau, Mai 2022
Aus der ganzen Region kamen Burschenverein am Sonntag in Oberwarngau zusammen, wo der Burschenverein oster- und Oberwarngau sein 50-jähriges Bestehen nachfeierte. Das Bild entstand während der Feldmesse bei Allerheiligen. © Thomas Plettenberg

Nach langer Corona-Pause war die Sehnsucht nach gemeinsamen Feiern offenbar groß: Meist berstend voll war das Festzelt des Burschenvereins Oster- und Oberwarngau an den ersten vier von fünf Festtagen. Zum Höhepunkt am 22. Mai tummelten sich 2000 Besucher auf dem Festgelände am Kapellenfeld.

Warngau – Benedikt Holzner, Sprecher des Festkomitees, hat stressige Tage und Nächte hinter sich – so wie viele Mitglieder des Burschenvereins, der mit zweijähriger Verspätung sein 50-jähriges Bestehen zelebrierte. „Man hat gespürt: Die Leute haben lange darauf gewartet und das wirklich genossen“, berichtet er. Die ganze Dorfgemeinschaft habe mitangepackt. Und überhaupt habe viel zusammengepasst: Wunderbar habe sich das Wetter gehalten. Ein Sonderlob gebühre Festwirt Anian Kurz, seiner Küche und seinen Bedienungen. „Die waren immer auf Zack.“

Beim Festtag am Sonntag (22. Mai) marschierten etwa 1500 geladene Gäste bei Kirchen- und Festzug durch den Ort. Den Meistpreis sicherte sich die katholische Landjugend Lenggries, die mit 103 Personen angerückt war; den „Weitpreis“ holte der Burschenverein Ramsau (bei Haag). Holzner schätzt, dass am frühen Nachmittag 2000 Besucher Zelt und Vorplätze bevölkerten.

Seit über 50 Jahren keine „Loamsiada“ mehr

Bei der Predigt vor Allerheiligen ging Pfarrer Gottfried Doll auf den bayerischen Ausdruck „Loamsiada“ ein. Solche „trägen Langweiler“, wie sich der Dialekt hier übersetzen lässt, wollten die Warngauer Burschen eben nicht sein – und gründeten 1970 den Burschenverein, um den Geselligkeitsfaktor der Gemeinde zu erhöhen.

Rappelvoll war das Zelt schon am Spanferkel-Essen beim Bieranstich am Eröffnungstag. Vereine, Firmen und Gruppen aus der ganzen Region hatten im Vorfeld Tische gebucht. „Wir hatten das Zelt doppelt verkaufen können“, berichtet Holzner. Beim Bier- und Weinfest am Freitag habe Jung und Alt gemeinsam gefeiert. „Bis in den Morgen wurde getanzt“, hat Holzner beobachtet.

Der Samstag (21. Mai) startete mit einem Oldtimertreffen, an dem etwa 300 Fahrzeuge teilnahmen. Abends verfolgten 400 zahlende Besucher das Musikkabarett der „Drei Männer nur mit Gitarre“. Der Vorverkauf sei schleppend angelaufen, berichtet Holzner. „Aber an der Abendkasse ist richtig was gegangen.“

Der große Aufwand mit einem fünftägigen Programm zahlte sich aus. „Wir wollten für jeden Geschmack etwas dabei haben“, sagt Holzner, „und die hohen Fixkosten eines Zelts müssen sich ja tragen.“ Am Montag, 23. Mai, stehen noch nachmittags die Landmaschinen-Ausstellung und abends ein Tellerfleischessen auf dem Programm.

Schon im August wollen die Burschen das nächste Fest stemmen, dann mehrere Nummern kleiner: Auf dem Schlossbergl soll es wieder ein „Bergfeuer“ geben.

Mehr Infos zum Thema finden Sie hier.

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