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„Vorsicht in Kurve 3“: Moderator Hans Schüller warnte die Starter öfter davor, die Bahn zu unterschätzen. Vor allem eine Rechtskurve hatte es in sich. Fotos: Thomas Plettenberg
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Bahn frei: Starter und Zuschauer hatten ihre Gaudi.
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Schlittenkühe: Viele Starter hüllten sich in schräge Kostüme.
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Profis aus der Karibik: Das Team Cool Runnings schlitterte nur eine Sekunde am Sieg vorbei.
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Lustige Station: Am Rande der Piste warteten einige spaßige Zusatzaufgaben.
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Piraten unter den Zuschauern: Etwa 400 Zuschauer verfolgten die Schlitten-Premiere. Im Trachtenheim wurde danach mit den Rock´n´Roll & Petticoats bis tief in die Nacht gefeiert.
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Holzfäller unterwegs: Einige Teams gingen mit sehr keative Gefährten auf die Strecke.

Waller Schlittenwahnsinn

Bruchpiloten feiern famose Premiere

Der „Waller Schlittenwahnsinn“  erlebte am Faschingssamstag eine gelungene Premiere. Vor gut 400 Zuschauern stürzten sich mehrere Dutzend Kinder und Erwachsene auf abenteuerlichen Gefährten die 300 Meter lange Steilstrecke am Kirchbichl hinunter.

Wall Pyeongchang? „Das ist schwer auszusprechen und weit weg“, stellte Moderator Hans Schüller fest. „Deshalb machen wir unser eigenes Olympia.“ Es stand viel auf dem Spiel an diesem bewölkten Faschingssamstag, der „Große Preis von Wall“ wurde ausgekämpft. 30 Lkw-Ladungen Schnee hatten die Waller Feuerwehrmänner im Vorfeld angekarrt, um die Bahn zu präparieren. Etwa 40 Kameraden rackerten tagelang, um die erst im Januar geborene Idee kurzfristig in die Tat umzusetzen. „Wir haben ein gutes Team mit viel Zusammenhalt“, lobt Feuerwehr-Chef Sepp Quercher.

Im ganzen Dorf wurde an skurrilen Gefährten getüftelt – für alle Starter war es schließlich die erste Olympia-Teilnahme. Gewertet wurden vier Klassen: Kinder (15 Teilnehmer) und Erwachsene (14) sowie je vier Starter in der Teamwertung Kinder (sechs Teams) und Erwachsene (20). Während Kinder nur bergab sausten, hatten es Erwachsene schwerer: Sie mussten bergauf zurück und dabei einige Schikanen bewältigen.

Jakob Frauenrath gewann die Kinderwertung, gefolgt von Simon Aumann und Schorschi Lechner. Julia Frauenrath war als Vierte das schnellste Mädchen. Das Zweierbob-Team David Stürzer und Florian Soyer holte sich als „Woia Cool Men“ die Kinder-Teamwertung vor dem „Woia Notdienst“ und „De Wuidn“. Bei den Erwachsenen sicherte sich Peter Schliersmayer den Sieg vor Seppi Ritter und Amrei Esslinger, laut Schüller die „Siegerin der Damen und der Herzen“.

In der Königsdisziplin ging der Hauptpreis (50 Liter Bier) ans Team McLaren mit Franzi und Korbinian Aigner, Tobi Schrädler und Hubert Waldschütz. Nur eine Sekunde langsamer waren die Wahl-Jamaikaner vom Team Cool Runnings. „Die Gaudi stand im Vordergrund“, so Hans Schüller, der humorvoll durch den Tag führte. Und Gaudi hatten alle, vom Bruchpiloten bis zum Zuschauer.

„Alles war hervorragend organisiert“, lobte Rainer Egold, der mit seinem Team Eishackler Dritter wurde. Sein Team hat Blut geleckt. „Nächstes Jahr wollen wir gewinnen.“ Auch der Nachwuchs schwärmt: „Es hat mir richtig viel Spaß gemacht“, berichtete die siebenjährige Marlene Zehrer.

Feuerwehr-Chef Quercher war zufrieden: „Alt und Jung kamen zusammen, es hat sich wieder was gerührt in Wall.“ Er dankte allen Nachbarn, dass sie „die Gaudi so mitgemacht haben“. Findet der Schlittenwahnsinn 2019 wieder statt? Quercher grinst: „Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.“ Nach den Rennen tanzte die Garde der Seegeister Gmund-Dürnbach. Und so mancher Besucher lief zu Höchstleistungen an der riesigen Schneebar auf.

Von Leonhard Obermüller

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