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Viel zu lachen hatten die rund 200 Zuhörer beim Waller Starkbieranstich. Die Feuerwehrler hatten vorab Material für die Fastenpredigt gesammelt. Sechs Wochen vor dem Auftritt sichtete man das Material gemeinsam.

„Pater Georg“ sorgt für viele Lacher

Waller Starkbierfest: Die besten Sprüche der Fastenpredigt

Für gute Laune und viele Lacher sorgte die Fastenpredigt von Georg Köck beim Waller Starkbierfest. Gut 200 Gäste genossen den Abend im Feuerwehrhaus. Hier gibt‘s die besten Sprüche zum Nachlesen.

Wall– Wen wird Pater Georg wohl ins Visier nehmen? „Mei“, sagte der ein oder andere im Publikum grinsend und hielt sich eine Hand vor den Mund. Lachen, Bravo-Rufe und spontaner Applaus flankierten Georg Köcks Fastenrede, das Herzstück des Starkbieranstichs im Waller Feuerwehrhaus.

Georg Köck (l.) trug das Ergebnis nun vor. Das Publikum ging am Ende munter und zufrieden nach Hause.

Zum zweiten Mal schlüpfte Köck in die braune Barnabas- Kutte und wurde zu Pater Georg. Er wirkte bei seiner Fastenpredigt schon routiniert. Sehr prägnant, auf das Dorfleben bezogen sei Köck geblieben. Das finde er gut, weil die Waller damit „mehr anfangen können als mit der Weltpolitik“, sagte Zuhörer Hans Schüller.

Bevor er auf Wall zoomte, las Pater Georg dennoch „ein paar Gstanzl zum Zuastand von da Welt allgemein“. Amerika könne man „sogar ohne Hirn regiern“. Und „Deitschland werd von de Nazi regiert, zumindest hods da Erdogan so interpretiert“. Der Zustand von Europa sei „a Graus. Wia bei de Sechzger, jeder redt anders, und es kimmt ned vui raus“. Landrat Wolfgang Rzehak regiere „ruhig dahi auf seinem Posten“ und habe sich „noch bei koam Lumpastückl dawischn lassn“.

Und dann der Schwenk auf Wall. So nahm er zum Beispiel den Feuerwehr-Vorsitzenden Sepp Quercher aufs Korn, der beim Ausflug zum Reutberger Starkbierfest zu spät kam: „Da Sepp is groast und hod si gar ned geschont. Kurz vorm Bus do hods eahm gschmissen und Frack und s‘Hemad aufgrissen. Im Bus drin kon ma lang nix redn, so war es laut, weil da Quercher vor Erschöpfung so laut schnauft.“

Auch die Tochter des ehemaligen Vorstands Peter Schell musste dran glauben: „Zu Theresa Weber am Schoita kemman um hoibe zwölfe zwoa verdächtige Typen. A jeda trogt in seiner Hand a große Plastiktütn“, erzählte der Pater. „Theresa und a junge Kollegin han daschrocka und kriagn glei Boin. De zwoa san fei komisch, am Schluss mechtns de zwoa überfoin! Also hantieren die beiden mit Pfefferspray.“ Sein Fazit: „Guad dass bei der Raiffeisen koane Revolver mehr zualossn, bei zwoa misstrauische Weiber wuratst scho vom Anschein her daschossn.“

Quercher nahm es gelassen. Dass er selbst zur Zielscheibe wurde, sei als Vorsitzender zwangsläufig der Fall. Zur Rede sagte er: „Nicht zu scharf. Witzig, würzig. Grad recht, wie wir es gern haben – einfach richtig gut“.

Die Feuerwehrler als Organisatoren sammelten vorab pikante Infos über ihre Mitbürger, erzählte Köck. Dass er die Fastenpredigt hält, dazu musste er nicht lange überredet werden. Das mache ihm Spaß, in Wall bestehe eine gute Kameradschaft, „da tut man gern witzeln“. Er dankte der Waller Blasmusik für das „scheene Einispuin“ und verabschiedete sich mit einem Zitat von Karl Valentin: „Leut, versaufts ned enka ganz’ Geld, kaffts enk liaba a Bier“. Das taten die gut 200 Besucher und nutzten den Fahrdienst, den es seit dem ersten Starkbieranstich 2001 gibt.

Johanna Wieshammer

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