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Auch eine Reiterstaffel patrouillierte 

Kontrollen am Taubenberg: Polizei belehrt Mountainbiker

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Nachdem vor wenigen Tagen erneut ein Landwirt und ein Mountainbiker am Taubenberg aneinander geraten waren, ging die Polizei während des Pfingstwochenendes auf Nummer sicher und zeigte Präsenz. Auch eine Reiterstaffel kontrollierte im Naherholungsgebiet.    

Warngau Sogar hoch zu Ross zeigten die Ordnungshüter jetzt am Pfingstwochenende Präsenz am Taubenberg: Unterstützt von der Reiterstaffel des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd kontrollierte die Holzkirchner Dienststelle am Sonntag und Montag das Verhalten der Radfahrer im Bereich des überregional bekannten Mountainbike-Hotspots Taubenberg. Wie die Polizei mitteilt, stellten die Beamten auch Verstöße fest, beließen es aber vorerst bei „mündlichen Belehrungen“.

Konflikt schwelt seit Jahren

Der seit Jahren schwelende Konflikt zwischen Mountainbikern, die abseits offizieller Wege durch den Forst zischen, und Warngauer Landwirten war am Vatertag (21. Mai) wieder aufgeflammt. Ein Landwirt verfolgte einen Biker, der auf seinem Feldweg unterwegs war, mit dem Traktor bis in eine Gaststätte, wo ein Streit entbrannte. Der Biker erlitt nach eigenen Angaben Verletzungen und zeigte den Landwirt an.

Was genau passierte und wer verwickelt war, lesen Sie hier.

Unter dem Eindruck dieses Vorfalls wollte die Polizei jetzt am publikumsträchtigen Pfingstwochenende weitere Eskalationen am Taubenberg verhindern. Das Problem: Einzelne Mountainbiker verlassen die offiziellen Wege und suchen sich „wilde Trails“ durch den Wald. „Dadurch wird Vegetation zerstört und das Wild beunruhigt“, teilt die Polizei mit. Das Befahren solcher Trails stelle Verstöße gegen das Naturschutz- und Jagdrecht dar.

Während der Feiertage beanstandete die Polizei fünf Radfahrer. „Sie wurden auf ihr Fehlverhalten hingewiesen“, heißt es im Pressebericht. An den kommenden Wochenenden will die Polizei weiter im Taubensteingebiet patrouillieren. „Verhältnismäßig und mit Fingerspitzengefühl“, wie der stellvertretende Dienststellenleiter Robert Hirschel ankündigte. Denkbar sei durchaus, es nicht mehr bei Belehrungen zu belassen, sondern solche Verstöße dem Landratsamt zu melden, das als Verfolgungsbehörde fungiert und gegebenenfalls Strafen aussprechen kann.

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