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Die Wunden sind noch frisch: An den Armen der Warngauer Burschen sind die Verbände nach dem Blutspenden Zeugen dafür, dass sie gerade etwas für den guten Zweck getan haben. Sie hoffen, dass es ihnen noch viele gleich tun werden.

Burschenverein Warngau ruft nächste Challenge ins Leben

Bluten für den guten Zweck

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Etwas für den guten Zweck tun und gleichzeitig von der Strahlkraft der sozialen Medien profitieren, das will der Burschenverein Warngau. Die Mitglieder hoffen, mit ihrer Blutspende-Challenge den nächsten Trend anzustoßen.

Warngau – Menschen, die sich einen Eimer mit eiskaltem Wasser über den Kopf leeren oder Vereine, die im Winter in Badehose im Pool – oder wahlweise am Seeufer – sitzen und den Grill anschmeißen: Herausforderungen in den sozialen Medien, sogenannte Challenges, gab es in den vergangenen Jahren zu Genüge. Der Burschenverein Warngau hat jetzt die nächste ins Leben gerufen: die Blutspende-Challenge.

Die Idee, etwas für den guten Zweck zu tun, ist bei den Warngauer Burschen nicht neu, sagt Vorsitzender Valentin Schwatzer: „Früher hat der Burschenverein jedes Jahr eine Grillaktion veranstaltet und den Gewinn an krebskranke Kinder gespendet.“ Doch das sei schon vor Jahren eingeschlafen und jetzt – passend zum 50-jährigen Bestehen – wollte man wieder eine ähnliche Aktion ins Leben rufen. Doch was? Über diese Frage haben die Burschen Ende vergangenen Jahres die Köpfe zusammengesteckt und sind schließlich auf Blutspenden gekommen.

15 Burschen spenden Blut

Doch eine einmalige Sache sollte die Aktion nicht bleiben. Deshalb beschlossen die Burschen, eine neue Social-Media-Challenge auszurufen. „So was verbreitet sich einfach schneller“, sagt Schwatzer. Und: „Uns war wichtig, dass es keine Gaudi-Veranstaltung wird.“ Also ließen sich am 14. Februar in Miesbach 15 Mitglieder Lebenssaft abzapfen.

Beim Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes war die Zustimmung von Anfang an groß. „Da mussten wir nicht lange überlegen, diese Aktion kann nur in Superlativen umschrieben werden“, sagt Pressesprecher Patric Nohe. Denn statistisch benötigt jeder dritte Deutsche einmal in seinem Leben eine Blutkonserve. Das Problem: Die Präparate sind nur 42 Tage haltbar, eine künstliche Alternative gibt es nicht. Zudem muss ein Blutspender zwischen zwei Terminen eine Pause von mindestens 55 Tagen einlegen.

Burschen nominieren drei Vereine

Deshalb haben die Warngauer Burschen den nominierten Vereinen – Feuerwehr, Dirndlverein und SV Warngau – eine 56-Tage-Frist gesetzt. So bleibt genügend Zeit, einen Termin zu finden und sich zu regenerieren, falls man gerade erst spenden war. Der positive Nebeneffekt. „Wir brauchen aufgrund der kurzen Haltbarkeit ein kontinuierliches Engagement. Das können wir so erreichen“, hofft Nohe. Hinter den nominierten Vereinen steckt übrigens ein ganz bestimmtes Kalkül. „Wir wollten das nicht nur auf Burschenvereine beschränken, sondern breit fächern“, sagt Valentin Schwatzer. „In jedem Ort gibt es Sportvereine und eine Feuerwehr.“

Und freilich darf bei einer Social-Media-Challenge eine Strafe fürs Nicht-Erfüllen nicht fehlen. In diesem Fall haben die Warngauer Burschen eine Brotzeit ausgerufen. „Aber wir hoffen, dass alle die Frist einhalten“, sagt Schwatzer.

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