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Freun sich über die Blumenwiese: (v. l.) Josef Faas (Naturschutzbehörde im Landratsamt), Marika Kinshofer (Ökomodellregion), Bürgermeister Klaus Thurnhuber und Initiator Henning Fromm.

Hier wird erst gemäht, wenn nichts mehr blüht

Warngau wagt die Blütenwiese - und es klappt

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Die Sommerwiese von früher hat es schwer in einer auf Effizienz getrimmten Agrarlandschaft. In Warngau jedoch zeigt das Modell Blühwiese, dass natürliches Wachstum viele Gewinner kennt. 

Warngau– In Warngau hat sich eine „Blühwiesen“-Allianz gefunden. Imker Henning Fromm überzeugte die Gemeinde, einige gemeindeeigene Wiesenflächen wieder ihre alte Pracht entfalten zu lassen. „Alle profitieren davon“, freute sich Fromm, als er jetzt neben Bürgermeister Klaus Thurnhuber, Josef Faas (Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt) und Ökomodellregions-Managerin Marika Kinshofer vor einer solchen Blühwiese südlich von Warngau stand.

Imker Fromm ist schon vor einiger Zeit aktiv geworden. Um Bienen mehr Nahrung zu verschaffen, kümmerte er sich in Absprache mit dem Rathaus um die Ausmagerung etwa des Dorfangers oder einer Fläche neben der Dorfheizung. Gemäht wird dort erst, wenn die Blüte vorbei ist, damit Flockenblume, Knautie, Hornklee oder Buschnelken absamen können. Durch Düngeverzicht magern die Flächen aus, langsam bilden sich wieder ortstypische Wiesenhabitate.

Das freut Bienen und Spaziergänger, aber auch die Gemeinde: „Diese Flächen werden dem Ökokonto der Gemeinde gut geschrieben“, sagt Fromm. Die Untere Naturschutzbehörde honoriert damit diese natürliche Revitalisierung. Damit erspart sich die Gemeinde die Ausweisung ökologischer Ausgleichsflächen, wenn neues Bauland geschaffen werden soll. Fromm hofft, dass das Modell Blühwiese seine Samen möglichst breit streut. 

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