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Nach schweren Kopfverletzungen

Sattelzug überholt E-Bike: Radler stirbt knapp vier Wochen nach schwerem Unfall

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Schwere Kopfverletzungen erlitt ein E-Bike-Fahrer aus Miesbach, als er Mitte Mai zu Sturz kam. Nun vermeldet die Polizei traurige Neuigkeiten.

Update vom 13. Juni 2020: Traurige Neuigkeiten im Fall des verunglückten E-Bikers, der von einem Sattelzug erfasst wurde: Wie die Polizei am Samstag berichtet, ist der 80-Jährige am vergangenen Donnerstag (Fronleichnam, 11. Juni 2020) an den Folgen des Unfalls im Unfallklinikum Murnau verstorben.

Sattelzug überholt E-Bike: Radler (80) stürzt und verletzt sich schwer  

Erstmeldung vom 19. Mai 2020: Wall - Schlimme Folgen hatte ein Überhol-Manöver am Montagnachmittag (18. Mai) im Ortsbereich von Wall (Gemeinde Warngau). Wie die Holzkirchner Polizei mitteilt, stürzte ein E-Bike-Fahrer und erlitt dabei sehr schwere Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber flog den 80-Jährigen ins Unfallklinikum nach Murnau.

Nach Abgaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 16 Uhr. Der 80-jährige Miesbacher radelte auf seinem E-Bike auf der Miesbacher Straße „abwärts“, er war alleine unterwegs. Nach der scharfen Linkskurve und der Einmündung der Straße „Auf der Leiten“ wollte ihn ein Sattelzug-Gespann überholen.

Was dann genau passierte, ist noch unklar. Der genaue Unfallhergang bedarf laut Polizei weiterer Ermittlungen. Die Beamten gehen davon aus, dass der Fahrer des Sattelzugs, ein 51-jähriger Mann aus dem Landkreis Rosenheim, nach dem Überholen des Radlers wieder auf die rechte Fahrbahnseite der Kreisstraße MB 10 einscheren wollte.

Das Einscheren löste offenbar den Sturz aus

Dieses Einscheren des großen Sattelzugs verursachte offenbar den Sturz des 80-Jährigen. Ob es zu einer Berührung zwischen Lkw und E-Bike kam, ist noch unklar.

Beim Sturz erlitt der Miesbacher unter anderem eine schwere Kopfverletzung, obwohl er laut Polizei einen Fahrradhelm getragen hatte. Ein Rettungshubschrauber wurde alarmiert. Am E-Bike entstand Sachschaden in Höhe von rund 500 Euro. 

Um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren, wurde ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Die Ortsdurchfahrt Wall musste während der Unfallaufnahme bis 20.30 Uhr gesperrt werden. Die Feuerwehr Wall, die mit 20 Aktiven und zwei Fahrzeugen ausgerückt war, regelte die Umleitung. 

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