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Die Kollision: Das Flugzeug des Flügelmanns Alex S. raste von oben in die Maschine seines Partners.

Am Sonntag, 18. September

Warngauer Flugunglück jährt sich zum sechsten Mal

Warngau - Am 18. September 2010 stürzte bei einer Flugshow in Warngau ein Pilot in den Tod. Sechs Jahre ist das jetzt her. 

Es wühlt ihn auf. Auch nach sechs Jahren noch. Dabei wünscht sich Alois Wiefarn, dass endlich ein wenig Ruhe einkehrt. „Es tut uns alles immer noch wahnsinnig leid“, sagt der Vorsitzende des Motorfliegerclubs Warngau. Die Geschichte belaste seinen Verein bis heute. „Aber wir können es nicht mehr rückgängig machen.“ Schuldig fühlt er sich allerdings nicht. „Wenn zwei Autos zusammenstoßen, kann man da auch wenig machen.“

An diesem Sonntag jährt sich das schreckliche Flugunglück in Warngau, bei dem ein Pilot starb und das bei einer Flugshow des Vereins passierte (wir berichteten), bereits zum sechsten Mal. Eine spezielle Gedenkfeier organisieren die insgesamt 20 Mitglieder zwar nicht. „Aber bei unseren Clubversammlungen legen wir immer eine Gedenkminute ein“, sagt Wiefarn

Bei einer Flugshow auf dem Warngauer Flugplatz geschah am 18. September 2010 das Unfassbare. Während eines Formationsflugs raste Flügelmann Alex S. mit seiner Maschine auf die seines Partners Hannes H. Die Flieger kollidierten in der Luft. Der 47-jährige Formationsführer Hannes H. stürzte ab. Er starb. Sein Freund konnte notladen, er überlebte.

Vor Kurzem – also erst knapp sechs Jahre nach dem Unfall – veröffentlichte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) den Untersuchungsbericht zu dem Flugunglück (wir berichteten). Darin rückte der Faktor Mensch als Ursache in den Vordergrund. Eine Verkettung von Fehlern habe das Drama hervorgerufen. Technisches Versagen konnte ausgeschlossen werden, das Wetter hatte auch keinen Einfluss auf den Unfallhergang, hieß es in dem Bericht.

Wie Ken Heidenreich, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft München II, auf Anfrage unserer Zeitung jetzt erklärt, sei das Verfahren dazu bereits Anfang 2013 vom Amtsgericht Miesbach gegen eine Geldauflange eingestellt worden. Im Fokus habe der Flugpartner des Todesopfers gestanden, es ging um fahrlässige Tötung, sagt der Sprecher. Von weiteren Details zu dem Fall kann Heidenreich nicht berichten.

Ein Gedenkstein am Unglücksort erinnert bis heute an den Verstorbenen. „Hannes, grüß uns die Sonne“, ist auf eine goldene Plakette graviert. So bleibt das Unglück vom 18. September 2010 bis heute unvergessen.

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