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Nachfolger gesucht: Anke Babl, Kathrin Fitz und Sonja Gröbl (v. l.) suchen dringend engagierte Warngauer, die sich an der Spitze des Fördervereins für Kinder und Jugend engagieren.

Nachwuchs für den Nachwuchs

Warngauer Förderverein sucht neues Führungsteam

Warngau – Der Warngauer Förderverein für Kinder und Jugend ist dringend auf der Suche nach Vorstands-Nachfolgern. Falls das misslingt, droht die Auflösung.

Das Ehrenamt wird in Warngau großgeschrieben. Allein 80 Helfer kümmern sich um rund 50 Asylbewerber. Die Suche allerdings nach ehrenamtlichen Helfern für die Kinder- und Jugendarbeit gestaltet sich derzeit mehr als schwierig. Wenn der Verein, den es bereits seit 1976 gibt, nicht fündig wird, stirbt er oder wird auf Eis gelegt. Dann würde es keinen Christkindlmarkt, keinen Kinderfasching, kein Kinderkino und auch keine Aussendung von Nikoläusen mehr im Ort geben. Es wäre ein herber Verlust für die rund 450 Kinder im Alter zwischen einem und zehn Jahren, die derzeit in Warngau und Wall leben.

Anke Babl (43) ist seit vier Jahren für den Verein als Vorsitzende tätig. „Wenn ich die Freude der Kinder sehe, geht mir das Herz auf.“ Der Zeitaufwand für das Ehrenamt sei relativ überschaubar. Ihre eigenen Kinder sind allerdings aus dem Grundschulalter heraus, deswegen möchte sie das Zepter gerne weitergeben. Dabei sei es egal, ob eine Mutter, ein Vater, Oma oder Opa die Führung des Vereins übernimmt. „Wer Spaß hat, etwas für Kinder zu tun, ist willkommen“, sagt Babl.

Sie kann sich vorstellen, warum sich die Suche nach zwei neuen Vorsitzenden so schwierig gestaltet. „Ich denke, dass vielen Warngauern und Wallern das Bewusstsein fehlt, was alles wegfallen würde, wenn es uns nicht mehr gäbe.“ Viele Bürger nähmen den agilen Verein wohl als selbstverständlich hin, ohne sich Gedanken zu machen, dass auch dafür ehrenamtliche Arbeit zu leisten ist.

Im Frühling nächsten Jahres lädt die aktuelle Führungsriege zur Jahreshauptversammlung. Dann wird sich entscheiden, ob es den Verein weiterhin geben wird. Sonja Gröbl (40), Zweite Vorsitzende des Vereins, sieht die Aufgabe auch als gute Gelegenheit für Neu-Warngauer, Kontakte zu knüpfen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Bürgermeister, der Kirche und den Ortsvereinen sei vor allem von Hilfsbereitschaft geprägt.

„Hier ziehen wirklich alle an einem Strang“, weiß Kathrin Fitz, langjähriges Mitglied des Vereins. Auch bei ihr steht der Spaß am Organisieren und an der Arbeit für die Kinder im Vordergrund. „Wir haben die Ü30-Party in Warngau ins Leben gerufen. Es wäre wirklich ein Jammer, wenn es die nicht mehr gäbe“, so Fitz.

Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber zeigt sich in Sorge. „Der Verein ist sehr wichtig für Warngau. Die Zusammenarbeit der Gemeinde mit dem Verein ist vorbildlich.“ Erst kürzlich habe man gemeinsam den Osterwarngauer Spielplatz einweihen können. Dass es den Verein vielleicht bald nicht mehr geben könnte, möchte der Bürgermeister nicht einfach hinnehmen. „Ich appelliere an alle Gemeindebürger, sich einen Ruck zu geben und sich für diesen Traditionsverein zu engagieren.“

Kathrin Suda

Mehr Informationen

über den Verein und Kontakt erhalten Interessenten online auf www.foerdervereinfuerkinderundjugend-warngau.de

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