Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft
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Fast ein bisschen Südsee-Flair vermittelt das türkisblaue Wasser des Reithamer Weihers derzeit. Doch noch fehlt der neuen Dorfmitte die Aufenthaltsqualität. In den kommenden Wochen will die Gemeinde fertig werden.  

Reithamer wollen endlich an ihrem Dorfweiher loslegen

Warten aufs kleine Paradies

Die Umgestaltung des Reithamer Weihers im Rahmen des Dorferneuerungs-Förderprogramms geht endlich in den Endspurt. Zeit wird’s, finden die Reithamer: Sie stehen in den Startlöchern und wollen endlich mit dem Feinschliff loslegen.

Warngau– Der zugewucherte, umgekippte Weiher hatte die Sanierung dringend nötig. Die einst trübe Brühe ist – wegen des aufgewühlten Untergrunds – derzeit zur türkisblauen Südsee mutiert. Was noch fehlt, ist die Aufenthaltsqualität, die die neue Dorfmitte dank Fördergeldern aus der Dorferneuerung bekommen soll. Die zwei letzten Gewerke stehen kurz vor der Vergabe, erklärte Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) im Gemeinderat. Die Bepflanzung – auch mit wasserreinigenden Pflanzen wie Schilf – soll bis Ende April abgeschlossen werden. Bis Mitte, Ende Mai sollen Schotterrasenflächen angelegt und die Ortsdurchfahrt am Weiher mit roter Farbe markiert sein, damit Autofahrer optisch dazu angeregt werden, vom Gas zu gehen.

Die Reithamer selbst scharren derweil mit den Hufen. Nur das Stromkabel fürs Flutlicht – für die Stockschützen im Winter – konnten die Reithamer bislang eingraben, sagt Andreas Kirschenhofer, Sprecher des Arbeitskreises Dorfweiher. Den Dorfbrunnen, den sie auf eigene Kosten anschaffen wollen, habe man noch nicht kaufen können, „weil noch nicht klar ist, wo er hinkommt“. Und wo sie die Obstbäume setzen können, die im Frühling schöne Blüten und im Herbst Früchte zum Naschen tragen, müsse auch noch mit der Gemeinde geklärt werden.

„Es lief nicht alles nach Plan“, räumt Thurnhuber ein. Und weil der Reithamer Boden dichter war als gedacht, musste für die neue Straßenentwässerung – die nicht mehr in den Weiher läuft – ein 20 Meter tiefes Schluckloch gebohrt werden, um die Versitzfähigkeit zu gewährleisten. „Dafür haben wir eine wasserrechtliche Genehmigung gebraucht.“ Die Arbeiten fressen auch die Ersparnis auf, die die Gemeinde gehabt hätte, nachdem ein Steg und ein Podest am Weiherhäusl auf Wunsch der Reithamer entgegen der ersten Planung doch nicht gebaut werden; es bleibt wohl bei etwa 230 000 Euro Kosten, abzüglich knapp 100 000 Euro Förderung. Thurnhuber setzt darauf, dass am Ende das Ergebnis zählt.

Die hart gesottene Dorfjugend hat das Antauchen im Weiher derweil schon vollzogen, berichtet Kirschenhofer. Sogar zwei Surfbretter sind schon im Einsatz.

Katrin Hager

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