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Schlagen Alarm: Karl Betzinger (l.), Vorsitzender der Wasserversorgung Osterwarngau, und sein Stellvertreter Harald Stanke in einer der Stationen im Versorgungsgebiet.

Experten schlagen Alarm

Wasserversorger fordert mehr Sparsamkeit: „Die Brunnen lassen stark nach“

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Angesichts der Bullenhitze rät Harald Stanke von der Wasserversorgung Osterwarngau zu einem sparsamen Umgang mit dem derzeit so erfrischenden Nass. Es droht ein Engpass.

Osterwarngau – Die Hitze hat Bayern fest im Griff. Temperaturen jenseits der 30 Grad zehren an Mensch und Natur. So verlockend es auch ist – mit Trinkwasser sollte man derzeit aber sparsam umgehen, rät Harald Stanke, stellvertretender Vorsitzender der Wasserversorgung Osterwarngau. Im Interview erklärt er warum.

-Herr Stanke, wie macht sich die aktuelle Hitzewelle bei der Wasserversorgung in Osterwarngau bemerkbar?

Die Brunnen und die Quellen lassen stark nach. Und wenn die Trockenheit noch länger anhält, ist zu befürchten, dass wir für die Ortschaften Osterwarngau, Draxlham, Birkerfeld, Lochham und Thann – eben dort, wo wir zuständig sind – in Versorgungsengpässe kommen.

-Wie akut ist das Problem?

Momentan geht’s noch. Aber wir schauen weiter. Auf längere Sicht sollten die Haushalte einfach sorgfältig mit dem Trinkwasser umgehen.

-Ihre Tipps zum Wassersparen?

Aufs Autowaschen verzichten, oder generell aufs Maschinenwaschen. Poolbefüllungen sollten außerdem vermieden werden, genauso wie den Rasen zu sprengen. Das sind die Hauptpunkte, auf die man derzeit achten sollte.

-Sind auch in anderen Versorgungsgebieten Engpässe zu befürchten?

Das kann ich nicht beurteilen. In unserem Versorgungsgebiet sind die Brunnen allerdings einfach nicht so tief. Das ist damals nicht genehmigt worden. Deswegen könnten die Engpässe bei uns eher zum Tragen kommen als andernorts, wo die Brunnen tiefer sind.

-Es ist aber nicht zu befürchten, dass die Osterwarngauer Brunnen demnächst versiegen und kein Wasser mehr aus dem Hahn sprudelt?

Das kann ich nicht voraussagen, momentan ist es zumindest nicht zu befürchten – vor allem nicht, wenn die Leute ab sofort sparsamer mit dem Wasser umgehen.

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fp

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