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Gefährliche Nachbarschaft: Wenige Meter neben der Siedlung Am Einfang verläuft die Bahnlinie. Der Maschendrahtzaun war kaputt, jetzt ist ein Gitterzaun geplant.

Wohngebiet am Einfang

Neuer Zaun am Bahngleis soll Kinder schützen

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Viele Kinder spielen am Oberwarngauer Wohngebiet am Einfang. Der Gemeinderat hat beschlossen, dass sie ein neuer Zaun vor den benachbarten Bahngleisen schützen soll. 

Warngau Seitdem die USA einen neuen Präsidenten haben, ist das Vorhaben, einen Zaun bauen zu wollen, etwas in Misskredit geraten. Ein Zaun kann freilich durchaus nützlich sein und möglicherweise sogar Leben retten, wenn er nicht die Grenze zwischen USA und Mexiko markiert, sondern in Oberwarngau das Wohngebiet Am Einfang und die nahe Bahnlinie trennt. Da der alte Maschendrahtzaun kaputt war und entfernt wurde, will die Gemeinde zusammen mit den Anwohnern eine neue Abgrenzung errichten – diesmal sogar eine stabilere Variante.

Wie Bürgermeister Klaus Thurnhuber (FWG) am Dienstag im Gemeinderat erklärte, war ein solcher Zaun bei der Ausweisung des Neubaugebiets Am Einfang nicht zwingend vorgeschrieben gewesen. Trotzdem gingen Gemeinde und Häuslebauer, die viele kleine Kinder mitbrachten, auf Nummer sicher. Das Rathaus bezahlte im Jahr 2002 das Material, die Anwohner bauten den Zaun in Eigenleistung. „Es war als Überbrückung gedacht, bis die Bepflanzung aufgewachsen ist“, sagte Thurnhuber.

15 Jahre später hat sich tatsächlich eine Staudenreihe gebildet. Der Zaun ist inzwischen hinüber, die kläglichen Reste wurden laut Thurnhuber von Kindern niedergetreten. „Man hat den Zaun leider auch nie ausgemäht“, sagte Anton Bader (FWG). Zugesetzt habe dem Zaun außerdem, dass der Winterdienst dort Schnee deponiert habe.

Mittlerweile ist das kaputte Maschendrahtzaun-Konstrukt entsorgt. „Und jetzt stellt sich die Frage, ob wir noch einmal einen Zaun wollen“, sagte der Bürgermeister. Christian Triendl (Grüne) war dafür, auch um gefährliches Gleisqueren zu erschweren. „Das ist eher weiter vorne am Bahnsteig ein Problem“, sagte Thurnhuber, „es geht Am Einfang eher darum, spielende Kinder vor der Bahnlinie zu schützen.“

Genau dieses Ziel müsse die Gemeinde verfolgen, fand Anton Bader und warb für den Zaun: „Dort wohnen immer noch kleine Kinder, die gerne in den Stauden spielen.“ Die Stempen seien ja noch vorhanden. „Es sollte diesmal kein Maschendrahtzaun werden, sondern etwas Stabileres“, empfahl der Gemeinderat, „vielleicht ein Starkgitterzaun.“ Die Kollegen stießen ins gleiche Horn. „Wir brauchen was Stabiles“, sagte Winfried Dresel (Grüne). „Der Zaun soll sicher sein und lange halten“, wünschte sich Leonhard Obermüller (CSU). Engelfried Beilhack (CSU) sieht die Gemeinde sogar in der Verantwortung, „wir haben das Baugebiet neben der Bahn ja auch ausgewiesen“.

Zweiter Bürgermeister Jakob Weiland (CSU) wusste, dass die Anwohner wohl ein zweites Mal bereit wären, den Zaun zu bauen – wenn die Gemeinde für das Material aufkommt. Der Rathauschef will sich jetzt mit den Anwohnern besprechen. „Sie sollen mitwirken und sagen, welchen Zaun sie dort wollen“, sagte Thurnhuber.

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