Ein zerstörtes Auto steht nach einem Unfall am Bahnübergang Lochham bei Holzkirchen neben dem Gleis. Rettungskräfte sind vor Ort.
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Stark zerstört ist das Fahrzeug nach dem Zusammenstoß mit einem Zug der BRB.

Im gesamten Netz Oberland

BRB-Zug erfasst Auto frontal: Erwachsene mit Baby waren im Fahrzeug - gravierende Auswirkungen auf Zugverkehr

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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  • Christian Masengarb
    Christian Masengarb
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Ein Zug der BRB hat auf der Strecke Holzkirchen-Schaftlach am Bahnübergang Lochham ein Auto erfasst. Einen Tag später sind die Auswirkungen auch für andere Fahrgäste spürbar.

  • Zu einem Großeinsatz kam es am 8. September auf der BRB-Strecke Holzkirchen-Schaftlach Höhe Lochham.
  • Ein Zug auf einen Pkw aufgefahren. Es gab Verletzte.
  • Einen Tag später ist der BRB-Bahnverkehr gestört - es kommt zu Verspätungen.

Update, 9.9., 11.45: Bei gestrigem Unfall an einem Bahnübergang bei Thann (siehe Erstmeldung vom 8. September) wurde auch Eisenbahninfrastruktur schwer beschädigt. Aktuell daher erhebliche Verspätungen im gesamten Netz Oberland.

Bei dem Unfall an einem Bahnübergang zwischen Holzkirchen und Schaftlach wurde die Eisenbahninfrastruktur, die der Sicherung der Strecke dient, in Mitleidenschaft gezogen: Das Schalthaus in Thann wurde schwer beschädigt und ist nicht mehr funktionsfähig. Dies bedeutet, dass derzeit Bahnübergänge südlich von Holzkirchen mit verminderter Geschwindigkeit angefahren und von Mitarbeitenden der BRB manuell gesichert werden müssen. Dies führt bei jeder Zugfahrt zu Verspätungen von 10 bis 15 Minuten.

Die DB Netz AG als Eigentümerin der Infrastruktur arbeitet derzeit unter Hochdruck an einer Übergangslösung, da die Reparatur der schweren Infrastrukturschäden lange Zeit beanspruchen wird. Diese wird voraussichtlich im Laufe des morgigen Donnerstag, 10. September, umgesetzt.

Infos zu den Fahrplanänderungen stehen auf auf der BRB-Internetseite bereit, werden sukzessive aktualisiert und auch in die digitalen Auskunftssysteme übertragen.

BRB-Zug erfasst Auto frontal: Erwachsene mit Baby waren im Fahrzeug - Rettungshubschrauber im Einsatz

Update, 8. September, 19.31 Uhr: Die Polizei Holzkirchen hat nun weitere Details zu dem dramatischen Zusammenstoß am Bahnübergang bei Lochham mitgeteilt. Demnach handelt es sich bei dem Autofahrer um einen 29-jähriger Mann aus Baden-Württemberg, der mit seinem Peugeot 308 die Straße Lochham, von Lochham kommend in Richtung Thann fuhr. Auf dem Beifahrersitz saß eine 22-jährige Frau und auf dem Rücksitz sein 4 Monate alter Sohn. Die 22-jährige Beifahrerin war demnach zunächst im Fahrzeug eingeklemmt und wurde durch die Feuerwehr aus dem Pkw geborgen.

Thann/Bayern: Nach dramatischem Zusammenstoß - Polizei mit weiteren Details

Die drei Insassen des Peugeot kamen alle schwerverletzt in Krankenhäuser in Miesbach und München. Die 46 Personen aus dem Zug blieben alle unverletzt. Die Insassen wurden evakuiert und durch einen Bus weiter zum Bahnhof Holzkirchen befördert, teilt die Polizei Holzkirchen mit. Gegen den 29-jährigen Opel-Fahrer wird nun strafrechtlich ermittelt.

Update, 17.30 Uhr: Besondere Tragik erhält der Unfall durch die Tatsache, dass die Gemeinde Warngau seit Jahren mit der Deutschen Bahn um eine Schrankenanlage für diesen und vier weitere Bahnübergänge an der Strecke ringt. Alleine bei Thann hat es in den vergangenen Jahren gleich mehrfach gekracht. Sogar zwei Todesopfer waren dabei zu beklagen.

Immer wieder schwere Unfälle am unbeschrankten Bahnübergang bei Thann

Update, 17 Uhr: Holzkirchens Feuerwehrkommandant Ludwig Würmseer berichtet vom Einsatz am Bahnübergang: Als die Feuerwehren Holzkirchen und Warngau mit insgesamt 35 Mann am Unfallort eintrafen, öffneten sie mit Rettungsschere und Spreizer die Beifahrerseite des Wracks, um die beiden Eltern und ihr Kind möglichst schonend zu befreien. Dann übernahm der Rettungsdienst die Erstversorgung der Verletzten und bereitete deren Transport mit zwei Helikoptern ins Krankenhaus vor.

Update, 16.44 Uhr: Die BRB hat die Strecke wieder freigegeben. Allerdings kommt es heute und wohl auch den gesamten Mittwoch zu Verspätungen im Gesamtnetz der BRB aufgrund des schwer beschädigten Bahnübergangs am Unfallort.

BRB-Strecke wieder frei - Noch lange Verspätungen wegen defektem Bahnübergang

Ferner haben wir weitere Infos zum Einsatz selbst: Unter anderem waren die Feuerwehren Warngau und Holzkirchen im Einsatz. Auch zwei Rettungshubschrauber landeten. Über den Gesundheitszustand der Familie mit Baby im Unfallauto ist noch nichts näheres bekannt.

Im Unfall-Zug befanden sich 46 Fahrgäste. Sie wurden von der Feuerwehr evakuiert und konnten dann mit bereitgestellten Bussen weiterreisen.

BRB erfasst frontal Auto: Familie mit Baby verletzt - Einsatz läuft

Update, 14.33 Uhr: Nach Informationen des BR gibt es Verletzte. Demnach befand sich ein Paar mit ihrem Baby in dem Auto. Alle drei sind verletzt, die Eltern aber beide offenbar ansprechbar.

BRB-Strecke gesperrt - Großeinsatz läuft - Zug erfasst Pkw

Update, 14 Uhr: Mittlerweile liegt ein aktuelles Foto vom Unfallort vor. Es zeigt einen zerstörten Pkw neben dem Gleis. Da auch das kleine Gebäude im Hintergrund schwer beschädigt ist, liegt die Vermutung nahe, dass das Auto nach dem Zusammenstoß mit dem Zug in die Betonmauer geschleudert wurde.

Informationen zu verletzten Personen und zur Unfallursache liegen weiterhin nicht vor. Die Polizeiinspektion Holzkirchen hat für den Nachmittag einen Pressebericht angekündigt. Vorher will sie keine Aussagen treffen.

Update, 13.33 Uhr: Nach dem schweren Unfall bei Lochham (Gemeindegebiet Holzkirchen) bei dem ein Zug nach ersten Informationen von einem Pkw erfasst wurde, ist die Bahnstrecke zwischen Schaftlach und Holzkirchen gesperrt. Ein Ersatzverkehr wird von der BRB eingerichtet.

Erstmeldung, 13.20 Uhr: Lochham - Am Dienstag ist gegen 12.40 Uhr am Bahnübergang bei Lochham ein Pkw von einem Zug erfasst worden. Informationen zur Unfallursache und Verletzten liegen noch nicht vor. Wir werden sie an dieser Stelle veröffentlichen, sobald wir sie erhalten.

Lesen Sie auch: A8: Tanklastzug verteilt große Mengen gefährlicher Flüssigkeit im ganzen Landkreis

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