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Schwerer Unfall in der Warngauer Röhre: Diesen Ernstfall probten vier Feuerwehren am Mittwochabend.
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Schwerer Unfall in der Warngauer Röhre: Diesen Ernstfall probten vier Feuerwehren am Mittwochabend.
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Schwerer Unfall in der Warngauer Röhre: Diesen Ernstfall probten vier Feuerwehren am Mittwochabend.

Viele Rettungskräfte im Einsatz

Übung im neuen Tunnel: Tanklastzug kollidiert mit drei Fahrzeugen

Vier Fahrzeuge, darunter ein Tanklastzug, und fünf einklemmte Personen: Ein Horrorszenario spielte sich am Mittwochabend im neuen Tunnel bei Warngau ab. Zum Glück war es nur eine Übung.

Schwerer Unfall in der Warngauer Röhre: Diesen Ernstfall probten vier Feuerwehren am Mittwochabend.

Warngau - Die tiefer gelegte B 318 in Warngau wird an diesem Freitag für den  Verkehr freigegeben. Die Feuerwehr Warngau nutzte am Mittwochabend die Gunst der Stunde, im noch unbefahrenen, 79 Meter langen Tunnelabschnitt den Einsatz bei einem größeren Unfallszenario zu üben.

Angenommen wurde nach Angaben der Feuerwehr Warngau der Zusammenprall von einem Tanklastzug und drei Pkw sowie fünf zum Teil schwer eingeklemmte Personen. Neben Warngau rückten die Feuerwehren aus Holzkirchen, Hartpenning und Schaftlach zu dem vermeintlichen Unglück aus. Sie wurden am Mittwochabend teils über Sirene alarmiert.

Bei der Rettung der verletzten Personen aus ihren zerstörten Fahrzeugen zeigten die Einsatzkräfte Routine, der Einsatzort Tunnel selbst jedoch brachte einige neue Erkenntnisse mit sich, auch für die Landkreisführung der Feuerwehr. Immerhin sei der Tunnel von Warngau der erste größere seiner Art im gesamten Landkreis. Kreisbrandrat Anton Riblinger sagte, man müsse zwar keine Angst vor Einsätzen in Tunneln haben, sich jedoch gezielt darauf vorbereiten.

Zu den Hausaufgaben, die man von der Übung mitnahm, gehörte unter anderem die Erstellung konkreter Konzepte bereits für die Anfahrt: So könnte bei einem Unfall im Tunnelabschnitt die Zufahrt hoffnungslos von angestauten Pkw blockiert sein oder ein ausgebrochenes Feuer in der Tunnelröhre eine zusätzliche Gefahr für die eingesetzten Kräfte und Fahrzeuge bedeuten. Kreisbrandmeister Marco Kuhn hob hervor, dass die Übung bewiesen habe, dass das Zusammenspiel mehrerer Feuerwehren auch bei größeren Unglücken perfekt funktioniert. Nach etwa eineinhalbstündiger Arbeit ließen sich die Feuerwehrleute noch eine Brotzeit schmecken, die die Tunnel-Baufirma spendiert hatte.

mm

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Warngau

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