Bei Weyarn: Tanklastzug verliert große Mengen gefährlicher Flüssigkeit
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Bei Weyarn: Tanklastzug verliert große Mengen gefährlicher Flüssigkeit

Ein teil floss in den Kanal

Tanklastzug verteilt hochgiftige Flüssigkeit über 40 Kilometer auf der Autobahn - A8 für Stunden gesperrt

  • Christian Masengarb
    vonChristian Masengarb
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Die Polizei hat auf dem Parkplatz Seehamer See bei Weyarn einen Tanklastzug gestoppt, der große Mengen einer gefährlichen Flüssigkeit auf der A8 verloren hat.

  • Großeinsatz auf der A8 Höhe Weyarn.
  • Ein Fahrer verlor mit seinem Tanklaster die gefährliche und giftige Flüssigkeit Eisen(III)chlorid - ohne es zu merken.
  • Die Polizei bemerkte das gegen 20 Uhr am Montagabend (7. September). Der Großeinsatz dauerte die ganze Nacht.

Weyarn - Ein Tanksattelzug hat am Montagabend auf der A8 quer durch den Landkreis größere Mengen einer gefährlichen Flüssigkeit aus seinem Tank verloren. Weil der aus Österreich kommende Fahrer den Verlust zunächst nicht bemerkte, verschmutzte er die Fahrbahn auf einer Länge von rund 42 Kilometern, bis die Polizei ihn auf dem Parkplatz Seehamer See anhielt. Autofahrer hatten die Polizei auf den Lkw hingewiesen.

A8 im Landkreis Miesbach: Hochgiftige Flüssigkeit tritt über 40 Kilometer aus

Laut Beamten ereignete sich der Vorfall gegen 19.25 Uhr. Der Tankzug hatte rund 25 Tonnen Eisen(III)chlorid geladen, einem Stoff, der Haut, Augen und Atemwege schädigt sowie Metalle angreifen kann. Wie viel Flüssigkeit der Lkw genau verloren hat, steht noch nicht fest.

A8 Höhe Weyarn: Polizei stoppt Laster - „Ordendlich was rausgelaufen“

Eine Überprüfung durch den Gefahrguttrupp der Verkehrspolizei Rosenheim und der Feuerwehren ergab, dass eine nicht unerhebliche Menge aus einem Ventil der Druckleitung ausgetreten ist. Ein Sprecher der Polizei sagte, „da ist ordentlich was rausgelaufen.“ Die Ermittlung der Ursache dauert an. Gegen den Fahrer des Tankzuges wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Das Gefahrgut sickerte unter anderem auf dem Parkplatz Seehamer See in verschiedene Kanäle und ein Auffangbecken. Ein Problem, weil die Flüssigkeit Metalle und Lacke aggressiv angreift. Das Wasserwirtschaftsamt untersucht derzeit, wohin die Flüssigkeit floss. Nach aktuellem Stand gibt die Polizei aber Entwarnung.

Gefahrengut-Einsatz auf A8 Höhe Weyarn: Spezialfirma muss Flüssigkeit einfangen

Gefahr für Menschen habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, melden die Beamten. Verletzt wurde bislang niemand.

Der rechte Fahrstreifen der A8 wurde auf einer Länge von rund 42 Kilometern bis in den Dienstagmorgen gesperrt. Die Autobahnmeistereien Holzkirchen und Rosenheim beauftragte eine Firma mit den Reinigungsmaßnahmen. Zudem waren zahlreiche Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren sowie als Fachberater die Werksfeuerwehr Gendorf vor Ort. Der Parkplatz wurde komplett geräumt. Bislang meldete sich ein Geschädigter aus Schleife in Sachsen, der sich mit seinem Sattelzug auf dem Parkplatz stand.

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