Die Bücherei in Weyarn will den Abholservice vorerst beibehalten. Hier legt Johanna Lechner rechtzeitig zur vereinbarten Abholzeit Bücher auf dem Tisch zur Abholung bereit.
+
Die Bücherei in Weyarn will den Abholservice vorerst beibehalten. Hier legt Johanna Lechner rechtzeitig zur vereinbarten Abholzeit Bücher auf dem Tisch zur Abholung bereit.

Abholservice bleibt wegen Umbauarbeiten

Bücherei Weyarn: Lockdown hat neue Leselust geweckt

  • Christine Merk
    vonChristine Merk
    schließen

Die Bücherei Weyarn behält den Abholservice erst einmal bei, auch wenn sie wieder öffnen dürfte. Grund sind Umbauarbeiten. Corona hat derweil neue Leselust geweckt.

Weyarn – Seit Ende Januar bietet die Bücherei Weyarn einen Abholservice an. Er ist gut eingespielt, berichtete Büchereileiterin Barbara Stutzmann bei der Sitzung des Steuerungsgremiums (wir berichteten). Der Service bleibt vorerst bestehen: Zwar dürfen Büchereien wieder öffnen, doch in Weyarn laufen Umbauarbeiten. Wann diese abgeschlossen sind, steht noch nicht fest. Bestellungen sind möglich über Opac, unter info@buecherei-weyarn.de und 0 80 20 / 2 96 98 35.

Vor allem Mütter und Menschen, die nun viel Zeit allein zuhause verbringen, seien über das Angebot „heilfroh“, sagt Stutzmann. Besonders gefragt seien seit Lockdown, Kitaschließungen und Homeschooling Bilderbücher, Wissens-Hörbücher für Kinder und Sachbücher sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. „Den Sachbuchbereich wollten wir schon mal verkleinern, zum Glück haben wir das nicht getan.“ Jetzt seien Bücher aus den Bereichen Gestaltung und Kreativität sehr beliebt, ebenso Wanderführer mit Touren in der Region oder Kochbücher. „Die Menschen merken, dass nicht alles aus dem Internet das Bessere ist“, vermutet die Büchereileiterin.

2000 Euro hat das Büchereiteam für den Einkauf neuer Medien und 690 Euro für Zeitschriften beantragt. Die veränderte Nachfrage will Stutzmann bei der Auswahl berücksichtigen. Vor allem für Kinder möchte sie noch gezielter einkaufen und dabei auf die Themen aus dem Lehrplan der Grundschule achten. Sie ist sich sicher: „Die Kinder werden wieder mehr zu Büchern greifen.“ Eine Mutter habe ihr erzählt, dass ihre Söhne „dank“ Homeschooling nicht mal mehr fernsehen wollen. „Die haben genug vom Bildschirm“, sagt Stutzmann, „und eine Bücherei kann da Ausgleich schaffen.“  

cmh

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare