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Die Tage des alten „Gärtnerhauses“ westlich des Klosters Weyarn sind wohl gezählt. Hier ist ein Neubau geplant, in dem das Priorat einziehen soll.

Deutscher Orden plant Abriss des „Gärtnerhauses“ 

Am Kloster in Weyarn wird umgebaut

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Die Ordenswerke des Deutschen Ordens im Kloster Weyarn brauchen mehr Platz. Geplant ist, dass sich die Büros in das bisherige Priorat ausbreiten. Prior Pater Christoph Kehr bekommt eine neue Unterkunft in einem Neubau, für den das alte „Gärtnerhaus“ abgerissen wird.

Weyarn Über 50 Mitarbeiter der Ordenswerke kümmern sich von Weyarn aus um soziale Einrichtungen in ganz Deutschland, die in der Alten- und Suchthilfe tätig sind oder sich um Kinder und Behinderte kümmern. Insgesamt steuert die Hauptgeschäftsstelle in Weyarn rund 2800 Mitarbeiter. „Wir sind in engen, kleinen Zimmern untergebracht“, sagt Pressesprecherin Mirjana Petric, „wir brauchen mehr Platz.“ Schon jetzt sei es eng, dabei plane man, sogar noch mehr Stellen zu schaffen.

Die Lösung ist: ein Umzug. Das alte „Gärtnerhaus“ an der rückwärtigen Seite des Klosterareals, uneinsichtig am Mangfall-Hochufer gelegen, soll abgerissen werden und in gleicher Größe wiedererstehen. Dort wird der Prior künftig seine Wohnung nehmen und Besprechungszimmer einrichten. In die frei werdenden Räume des bisherigen Priorats rücken die Ordenswerke nach. „Das hat den Vorteil, dass wir mit den Büros in einem Gebäude zusammenbleiben können“, erklärt Petric. Schon jetzt sei die Belegschaft innerhalb des Klosters auf zwei Gebäude verteilt.

Im „Gärtnerhaus“ waren Wohnungen untergebracht, hier verbrachte zeitweise auch der ehemalige Weyarner Pfarrer Emmeram Oberberger seinen Ruhestand. „Die Bausubstanz ist so schlecht, dass eine Sanierung nicht in Frage kommt,“, sagt Sprecherin Petric, „eine Renovierung käme genauso teuer wie ein Neubau.“ Also soll das alte Haus abgerissen und durch ein gleich großes Gebäude ersetzt werden.

Der Gemeinderat erteilte dem Vorhaben jetzt einstimmig sein Einvernehmen. „Das Haus steht nicht unter Denkmalschutz“, sagt Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) auf Anfrage. Der Neubau orientiere sich an der Kubatur des alten Hauses, also etwa dem Ausmaß eines Doppelhauses. „Mit dem Kreisbaumeister ist die Planung abgestimmt“, sagt Wöhr, „optisch erwarte ich durch den Neubau eher eine Verbesserung.“ Zum Zeitplan und zu den Kosten konnte die Pressesprecherin noch keine Angaben machen.

Der Deutsche Orden verlegte 1998 seinen Provinzsitz von Frankfurt ins Kloster Weyarn. Heute zählt die Deutsche Brüderprovinz 40 Brüder und ist im Altersdurchschnitt der jüngste Orden Deutschlands. Die Brüder sind vorwiegend in der Pfarrseelsorge tätig.

Die Ordenswerke arbeiten in Trägerschaft des Ordens, sie betreiben unter anderem Pflegeeinrichtungen, Betreutes Wohnen und Suchthilfe-Einrichtungen. Täglich werden über 3000 Menschen betreut.

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