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Ein Prosit aufs Safthäusl: Endlich konnten die Kreisgartler mit Vorsitzender Therese Krause (r.) und Stellvertreter Sepp Killy (2.v.r.) den Anbau in Gotzing einweihen. Auch Bürgermeister Leonhard Wöhr (2.v.l.) freute sich.

Nach langem Hickhack

Anbau für Safthäusl ist fertig

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Gotzing - Die Kreisgartler konnten ihren Safthäusl-Anbau in Gotzing nach langem Hickhack einweihen. Die neue Saison kann kommen.

Sepp Killy kann durchatmen: „Die unendliche Geschichte hat nun doch ein glückliches Ende gefunden“, sagt der zweite Vorsitzende des Kreisverbands für Obst-, Gartenbau und Landespflege Miesbach. Denn: Der Anbau für das Saftshäusl in Gotzing ist endlich fertig. Und auch erste die Vorsitzende Therese Krause ist erleichtert: „Wir sind froh, dass es endlich über die Bühne gegangen ist.“ 

Bei einer kleinen Feierstunde weihten die Kreisgartler den Neubau nun ein. Auch Weyarns Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) war zugegen. „Natürlich bin ich froh darüber“, sagt er. Schließlich habe sich die Geschichte eine Weile hingezogen. 

Das stimmt: Die Erweiterung des kleinen Safthäusls in Gotzing, wo die Obstpresse der Kreisgartler steht, war eine schwere Geburt. Wie berichtet, hatte der Fall überregional hohe Wellen geschlagen. Die Gartler wollten das Gebäude eigentlich mit einem Keller erweitern, weil dieser auch frostsicher gewesen wäre. Weil das Areal im Wasserschutzgebiet liegt, stießen die Pläne jedoch auf heftigen Widerstand. Der Fall ging bis nach ganz oben und zeigte, welche Folgen die Wasserschutzzone hat. Das Landesamt für Umwelt in Hof untersagte die Unterkellerung schließlich. Am Ende einigten man sich auf einen oberirdischen Anbau. Doch auch hier gab es mehrere Anläufe. 

„Ich bin immer noch der Meinung, dass ein Keller, den das Landesamt für Umwelt nicht wollte, nichts ausgemacht hätte“, betont Bürgermeister Wöhr. Trotzdem findet er, dass der Anbau sehr schmuck geworden ist. Großes Lob schickt Wöhr an Benno Messerer von den Kreisgartlern. „Der war fast täglich dort. Er ist quasi die Vater des Safthäusls.“ Krause kann das nur bestätigen. Sie nennt ihn liebevoll den „Oberbauleiter“. 

„Die haben so schnell gebaut, dass gar kein Platz für eine Hebfeier war“, meint Wöhr und lacht. Der Kreisbaumeister Werner Pawlovsky sei beratend tätig gewesen. „Es ist ein Stück Infrastruktur entstanden, das für die ganze Region da ist.“ 

Denn das kleine Häusl, das für großen Wirbel gesorgt hatte, ist beliebt. Viele Menschen aus Region bringen dort jedes Jahr ihr Obst vorbei und lassen es zu Saft verarbeiten. Insofern haben sich aus Sicht der Kreisgartler die Scherereien allemal gelohnt. 

Obwohl das Gebäude der Gemeinde gehört, stemmt der Verein die Kosten für den Anbau selbst. Dafür werde man den Gartlern ein dauerhaftes Nutzungsrecht einräumen, verspricht Wöhr. Laut Killy wurden die ursprünglich veranschlagten 50 000 Euro sogar um ein paar tausend Euro überschritten. „Weil wir das Gebäude noch frostsicher gestalten müssen“, erklärt er. Will heißen eine zusätzliche Isolierung ist nötig, damit in dem circa 50 Quadratmeter großen Anbau den Winter über Saft gelagert werden kann. „Einige tausend Liter bleiben in guten Fällen übrig“, sagt Killy. Diese Bestände verkaufen die Kreisgartler nach und nach. Während der Presszeit diene der Anbau hauptsächlich dazu, Verpackungsmaterial zu lagern. Dieses hatten die Gartler bislang immer im Feuerwehrhaus verstaut. 

„Die neue Saison kann kommen“, sagt Killy. Sie beginnt in der Regel Mitte August. Dieses Mal mit dem Anbau.

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