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Symbolbild

Polizei spricht von „Gefecht“

Unfassbar: Holländer fährt auf Parkplatz Auto eines Slowenen an - der rächt sich auf der A 8

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Es war eine Szene fast wie in einem James-Bond-Film: Ein 25-jähriger Slowene ging auf der Salzburger Autobahn mehrfach den Wagen einer niederländischen Familie an. Der Grund: Ein harmloser Parkplatzrempler.

Weyarn – Die Autobahnpolizei spricht von einem regelrechten „Gefecht“ auf der Straße, das sich da am 18. August zwischen Irschenberg und Weyarn abspielte.

Wie die Autobahnpolizei mitteilt, bahnte sich die Auseinandersetzung in der Nacht auf Samstag auf dem Autobahn-Rastplatz Irschenberg an. Der Niederländer (41) parkte seinen Peugeot 308 hinter dem Renault Laguna des Slowenen, der im Fahrzeug schlief. Auch der Niederländer, dessen Frau und die beiden Kinder ruhten sich von der Reise aus und schliefen ein paar Stunden.

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Kurz vor 4 Uhr in der Früh wollte der Niederländer seine Fahrt fortsetzen. Beim Ausparken stieß sein Peugeot gegen den Wagen des Slowenen. Der stieg aus und wollte vom Niederländer 20 Euro. Da der Holländer keinen Schaden sah, den er verursacht haben soll, verweigerte er die 20 Euro – und fuhr davon. 

Dies ließ sich der Slowene, der eigentlich nach Österreich in den Urlaub wollte, nicht gefallen. Wutentbrannt nahm er die Verfolgung der holländischen Familie auf, die in Richtung München weitergefahren war.

Tatsächlich erwischte der Slowene seinen Kontrahenten. Mindestens zweimal rammte er den Peugeot und beschädigte den Fahrradträger. Der Niederländer meldete dies via Notruf der Einsatzzentrale in Rosenheim; da er keinen Schaden habe und nicht wenden wolle, um keine Zeit zu verlieren, fahre er aber weiter nach Hause. 

Zeitgleich ging ein weiterer Notruf ein: Ein 34-jähriger Pforzheimer, der hinter den beiden Streithähnen fuhr, fühlte sich von der aggressiven Fahrweise des Slowenen genötigt.

Als dieser bei Weyarn die Autobahn verließ, um – nach vollzogener „Rache“ – wieder in seine eigentliche Urlaubsrichtung nach Süden umzukehren, wurde er seinerseits vom Pforzheimer verfolgt. Der teilte der Polizei schließlich mit, dass der „Rambo“ auf den Parkplatz Seehamer See abgefahren sei. Dort traf ihn schließlich eine Streife der Holzkirchner Autobahnpolizei an.

Am Fahrzeug des Slowenen konnten die Beamten keinen Schaden feststellen. Den Gesamtschaden am Peugeot des Niederländers, speziell am Radträger, schätzt die Polizei nach ersten Ermittlungen auf rund 1000 Euro. Beide Fahrer erhalten nach Angaben der Autobahnpolizei eine Anzeige wegen Unfallflucht.

Der 25-jährige Slowene wird sich zudem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung im Straßenverkehr verantworten müssen. Die Polizei hätte sogar seinen Führerschein sichergestellt, was aber nicht möglich war, da der 25-Jährige keine Fahrerlaubnis vorzeigen konnte. 

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