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Rainer Kathan will sich ab 2018 stärker auf seinen Hauptbetrieb in Bad Wiessee konzentrieren.

Vertragsverhandlungen plötzlich geplatzt

Autohaus Kathan kommt doch nicht nach Weyarn

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Das Autohaus Kathan zieht doch nicht von Miesbach nach Weyarn. Die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümer sind geplatzt. Die Mitarbeiter sollen fast alle übernommen werden. 

Weyarn/Bad Wiessee– Rainer Kathan seufzt: „Es ist bitter, auch aufgrund der Vorleistungen, die wir erbracht haben“, sagt er. Der Grund für seine trübe Stimmung: Kathan kann sein BMW- und MINI-Autohaus nun doch nicht wie geplant von Miesbach nach Weyarn verlegen. Die Vertragsverhandlungen sind kurz vor der Ziellinie geplatzt. Seit circa einem Jahr habe sein Unternehmen mit den Eigentümern des Grundstücks verhandelt. Die Fläche dafür hätte Kathan in Erbpacht bekommen. „Aufgrund mündlicher Zusagen wurden mit Hochdruck der Bebauungsplan und die Bauplanung für die Errichtung eines neuen BMW-Vollbetriebs vorangetrieben.“ Aber: „Wir wurden mit nicht erfüllbaren Forderungen der Grundstückseigentümer konfrontiert“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter der Autohaus Kathan GmbH. „Darum sind die Verhandlungen gescheitert.“

Wie berichtet, wollte Kathan einen Neubau im Weyarner Gewerbegebiet Am Weiglfeld errichten, nachdem der Pachtvertrag in Miesbach Ende des Jahres ausläuft und nicht verlängert wurde. Geplant war ein Gebäude mit Werkstatt, Ausstellungsfläche und Verkaufsraum sowie ein weiteres für ein Reifenlager. Der Gemeinderat hatte der Bebauungsplanänderung unter dem Vorbehalt zugestimmt, dass gewisse vertragliche Vereinbarungen eingehalten werden. „Wir haben uns sehr bemüht“, erklärt Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU). Es sei ärgerlich, dass Ressourcen in den Wind geschossen wurden. Die Gemeinde hätte die Firma und die gut 30 Arbeitsplätze gerne bei sich gesehen. „Der Gemeinderat wird sich schwer tun, sich nochmal mit der Fläche zu befassen“, kündigt Wöhr an. Er werde empfehlen, sämtliche Planungen dort einzustellen. Immerhin besitze die Kommune dort Planungshoheit. Die Zusage habe nur für Kathan gegolten.

Im Landratsamt gab es sogar einen Runden Tisch. „Um die Sache zu beschleunigen, “ sagt Kathan und: „Die zuständigen Behörden und die Gemeinde Weyarn unterstützten uns tatkräftig und unbürokratisch. Hierfür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.“

Jetzt steht alles wieder auf Null. Anderswo die Filiale anzusiedeln, wird schwierig: „Es ist unmöglich, Alternativen zu finden“, meint der Unternehmer, der seit Jahren auf der Suche war. „Auf der Achse Holzkirchen und Weyarn gibt es nichts.“ In Holzkirchen seien die hohen Grundstückspreise unerreichbar für einen Kfz-Betrieb.

Anstatt dessen möchte sich Kathan ab 2018 stärker auf seinen Hauptsitz in Bad Wiessee konzentrieren. Dort gründete sein Vater Anton 1960 den Betrieb, den der Sohn 1999 übernahm. „Wir werden unsere Miesbacher Kunden im umgebauten Hauptbetrieb in Bad Wiessee gut betreuen.“ Im vergangenen Jahr habe man gut eine Million Euro dort investiert. Darüber hinaus sollen die Kapazitäten ausgebaut werden. „Wir gehen davon aus, dass wir fast alle Mitarbeiter übernehmen können.“ Die Schließung in Miesbach soll sozial verträglich ablaufen. Aktuell arbeiten in Wiessee rund 70 Angestellte und in Miesbach 23. Trotz allem sagt Kathan: „Wir blicken jetzt zuversichtlich nach vorne, weil wir auf eine gute Mannschaft, eine gute Zusammenarbeit mit dem Hersteller, der BMW AG, und auf einen treuen Kundenstamm aufbauen können.“ 

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