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Warnung vor einer Betrugsmasche: Christian Mattern wollte seinen Kleintransporter verkaufen und geriet an ganz komische Leute.

Der Trick mit der Anzahlung

Autokäufer schickt seinen „Bruder“: Weyarner entlarvt fiese Betrugsmasche

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Ein verunglückter Autokauf oder eine perfide Betrugsmasche? Ein Geschäftsmann aus Weyarn ist sich sicher, dass er beinahe einem Betrügerpaar aufgesessen wäre. Ein dubioser Deal.

Holzkirchen Christian Mattern verkauft Gastro-Kaffeemaschinen. Sein kleines Unternehmen (acht Mitarbeiter) kümmert sich auch um die Wartung der Geräte. Eines der Kundendienst-Autos sortierte die Firma jetzt aus. Mattern bot den Mercedes-Vito auf dem Online-Portal mobile.de für 5500 Euro an. „Ich habe das zum ersten Mal übers Internet probiert“, sagt der 53-Jährige, „und war erschrocken, was da für Gestalten anrufen.“

Schließlich meldete sich ein 21-jähriger Sauerlacher. „Der war eine Viertelstunde später da und kaufte das Auto“, berichtet der Weyarner. Der junge Mann zahlte 500 Euro an und kündigte an, den Wagen in ein paar Tagen mit dem Hänger zu holen. Aber es kam niemand. Am Telefon hielt der Käufer den Weyarner mit Versprechungen hin.

Schließlich meldete sich am vergangenen Montag ein zweiter Mann. „Er gab sich als Bruder des Käufers aus, wollte den Kauf rückgängig machen und die Anzahlung zurück“, sagt Mattern. Die Rechnung oder die Anzahlungs-Quittung legte er nicht vor. „Dafür tat er so, als würde er hier in der Gegend einige Leute kennen“, berichtet der Weyarner, „er wollte wohl Vertrauen erwecken.“

Skeptisch wurde der Geschäftsmann, als ihm der „Bruder“ eine echte Räuberpistole auftischte. Sein Bruder habe ein krummes Ding gedreht und abtauchen müssen, die 500 Euro gehörten dem kranken Vater und der wolle jetzt das Geld zurück. „Beweisen konnte er das alles nicht, also habe ich das Geld behalten“, sagt Mattern.

Er versicherte sich bei der Holzkirchner Polizei, wie er sich verhalten solle. „Die sagten mir, ich solle das Geld nur an den ursprünglichen Käufer zurückgeben.“ Als er das dem 21-jährigen Käufer am Telefon mitteilte, sei der ausgerastet, berichtet Mattern. „Er hat mich aufs übelste beleidigt und gedroht, dass er mich jetzt fertig macht.“

Der Weyarner zeigte den 21-Jährigen daraufhin bei der Polizei an. Er ist sich sicher, dass hinter dem dubiosen Deal ein geschickt eingefädelter Betrugsversuch steckt. Hätte er die 500 Euro herausgegeben, so seine Vermutung, wäre wohl kurz darauf der echte Käufer aufgetaucht und hätte – diesmal mit Rechnung und „berechtigt“ – seine Anzahlung zurückgefordert. „Da steckt Methode dahinter“, glaubt der 53-Jährige. Auf Anraten der Polizei versteckte er das fragliche Auto, „weil bei ähnlichen Fällen schon Autos auf Nimmerwiedersehen verschwunden sind“.

Die Polizei hat nach eigenen Angaben Ermittlungen aufgenommen wegen Beleidigung und versuchten Betrugs. Die von Mattern vermutete „Anzahlungsmasche“ sei in der Region aber noch nicht bekannt, teilte eine Sprecherin der Polizei mit. „Richtig war aber auf jeden Fall, dass sich der Verkäufer an die Polizei gewandt hat“, sagte die Sprecherin.

Mattern würde den Kaufvertrag gern schnellstmöglich auflösen und die 500 Euro zurückgeben, um das Auto neu ausschreiben zu können. Ein Anwalt soll sich jetzt darum kümmern. Der Weyarner ärgert sich, dass er sich beim vermeintlichen Verkauf keinen Ausweis vorlegen ließ; zudem habe er als offizielle Käuferin eine in Tschechien gemeldete Firma akzeptiert. „Aber vielleicht können ja andere von dieser Erfahrung lernen.“

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