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Baggern für den Breitbandausbau: Die Telekom arbeitet schon am schnelleren Internet in Weyarn, hier ein Symbolbild.

„Ohne Zuschüsse wäre es für die Gemeinde nicht machbar.“

Breitbandausbau: Weyarn setzt auf Höfebonus

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Schneller, besser, mehr: In vier Stufen baut die Gemeinde Weyarn ihr Breitband aus. Bei der letzten möchte sie nun von einer neuen Förderung Gebrauch machen: dem Höfebonus.

Weyarn – Bayerischer Höfebonus klingt nach viel Heimatliebe. Deshalb stellte Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) eines klar: „Wir machen das nicht nur aus Patriotismus, sondern weil es besser ist“, meinte er nun scherzhaft in der Gemeinderatssitzung, als es um den weiteren Breitbandausbau ging.

„Wir haben ursprünglich ja schon beschlossen, den Ausbau bei Weilern und Gehöften über das Bundesprogramm zu machen“, erinnerte Wöhr. Für einen Teil, für die Planungs- und Ausschreibungsleistungen, sei bereits eine Förderung zugesagt worden, ein hoher fünfstelliger Betrag. Jetzt aber gebe es ein neues, attraktiveres Programm des Freistaats: den sogenannten bayerischen Höfebonus. „Der ist einfacher zu handhaben“, meinte der Bürgermeister. Laut Johann Walser, Geschäftsleiter im Rathaus, würden hier Entscheidungen auch schneller fallen, wovon die Gemeinde profitiere. Schließlich will man ja schnell ans schnellere Internet kommen. Auch der Planer empfehle, aufs bayerische Programm umzusteigen.

Wie berichtet, erfolgt der Breitbandausbau in der Gemeinde Weyarn stufenweise, es gibt insgesamt vier Stufen. Die erste Stufe – das schnelle Internet für das Goldene Tal und Seeham – ist bereits seit einiger Zeit fertig. Als Betreiber trat M-net auf. Die zweite Stufe umfasst den Ausbau für die restliche Gemeinde. Der Ausbauvertrag mit der Telekom besteht bereits. Laut Wöhr sollte das Glasfasernetz hier Mitte 2018 in Betrieb gehen. „Die Telekom arbeitet bereits auf Hochtouren an dem Auftrag“, heißt es auf der Gemeindehomepage. Auch außerhalb dieser Highspeed-Erschließungsflächen werde eine erhebliche Verbesserung der DSL-Versorgung eintreten. In einer dritten Stufe geht es um weitere und punktuelle Verbesserungen bei Naring. Hier laufe gerade das Ausschreibungsverfahren. Mit einem Zuschlag sei Anfang 2018 zu rechnen. In der jetzigen und vierten Stufe geht es überwiegend darum, Einzelanwesen und Weiler zu versorgen. Laut Wöhr ebenfalls mit Bandbreiten zwischen 30 und 50 MBit/s. „Sonst gibt es keine Förderung.“

Der Gesamtinvest für alle Ausbaustufen beträgt nach ersten Schätzungen rund 1,6 Millionen Euro. Laut Wöhr muss die Gemeinde in der Regel 20 Prozent selbst stemmen. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden investiere Weyarn sicher viel Geld, um die Bevölkerung zu versorgen. In größeren Orten mit dichter Besiedelung bauten die Provider teilweise vollkommen eigenständig aus, ohne dass die Gemeinde etwas dazu zahlen muss. Das sei in Weyarn – einer Flächengemeinde mit vielen kleinen Ortsteilen – nur im Zentralort sowie am Neubaugebiet am Klosteranger der Fall.

Wöhr ist da ganz ehrlich: „Ohne Zuschüsse wäre es für die Gemeinde nicht machbar.“ Er hofft, dass sich die Telekom an bestimmten Stellen auch mit Grundeigentümern einigt. „Manche wollen schnelles Internet, stellen aber keinen Grund zur Verfügung.“

Der Gemeinderat stimmte geschlossen für die Teilnahme am bayerischen Höfebonus. Ob die Gemeinde damit das Bundesprogramm ganz kappt, ist laut Wöhr derzeit unklar.

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