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Im Moment sieht er noch so aus: Klosteranger in Weyarn.

Yoga oder Völkerball sowie ein Bolzplatz

Bürgerworkshop: So soll es am Klosteranger aussehen 

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Weyarn - Wie sollen die Außenanlagen am Klosteranger aussehen? Darum ging es beim zweiten Bürgerworkshop im Bürgergewölbe. Die Ideen überraschten nicht wenige.

Die Gestaltung der Außenanlagen am Klosteranger – wo sieben Mehrgenerationenhäuser, Reihenhäuser mit 40 Wohneinheiten und ein Supermarkt entstehen – erarbeitet die Gemeinde Weyarn mithilfe der Bürgerbeteiligung. Rund 17 Teilnehmer haben jetzt beim zweiten Bürgerworkshop im Bürgergewölbe mitgemacht. „Das ist der harte Kern, der schon beim ersten Mal dabei war“, sagt Katja Klee vom Mitmachamt im Rathaus. „Alle Anwesenden waren mit dem Konzept einverstanden.“ Man befinde sich auf dem richtigen Weg – so der Tenor.

Wie berichtet, durften die Weyarner bei einem ersten Workshop im Juli ihre Vorschläge einbringen. Eine zweite Veranstaltung im August, eine Planerwerkstatt, widmete sich ersten Entwürfen, außerdem konnten die Bürger kontrollieren, ob ihre Ideen berücksichtigt wurden. Dem von den Planern anschließend erarbeiteten Vorkonzept stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu. Für das „Feintuning“ gab es nun den zweiten Bürgerworkshop.

Landschaftsarchitekt Uwe Schmidt stellte das Konzept nun vor. Eine Zonierung ist demnach vorgesehen. Entlang des asphaltierten Hauptwegs, der sich vom Rathaus bis zum späteren Supermarkt durch den Klosteranger schlängelt, sollen 14 verschiedene Bereiche andocken. Grob sortiert heißt das: Im Süden gibt es einen Obstgarten und eine Blumenwiese. Etwas nördlich davon Schaukeln und familiengerechte Spielgeräten. „Die sollen alle aus Holz sein,“ betont Klee. „Auch deren Langlebigkeit spielt dabei eine Rolle.“ Und ein einheitliches Design. Etwas östlich davon soll ein Gärtnerbereich samt Hochbeete kommen. Neu ist, dass sich dafür ein Arbeitskreis (AK) gründet, der das Garteln in Zusammenarbeit mit Experten steuert. 

Zwei Frauen haben laut Klee schon reges Interesse an dem AK gezeigt. In Anlehnung an die frühere Allmende, was so viel heißt wie Gemeinde- oder Gemeinschaftsgut, sei eine Wasserstation angedacht. Also soll es in Weyarn eine Zisterne samt Handschöpfbrunnen geben. Und eine kleine Fläche, auf der sich Kinder im Matsch austoben können. Geht man den Weg weiter, warten dort künftig eine grüne Freifläche etwa für Yoga oder Völkerball sowie ein Bolzplatz. Ganz im Norden sieht der Plan zwei große Schaukeln mit einem hohen Rahmen vor, die als eine Art „Eingangstor“ fungieren. Daneben sind Slackline, Bouleplatz oder ein auf einen Tisch gemaltes Schachbrett verstreut. Außerdem sollen sich Spaziergänger auf einigen barrierefrei erreichbaren Sitzgelegenheiten, die am gesamten Areal verteilt sind, ausruhen können. Auch das Findlingsprojekt des AK Verkehr und Ortsbild (wir berichteten) wird integriert.

Im Bürgerworkshop kam laut Klee auch die Frage nach der Beleuchtung auf. Der Bauherr wolle das Licht eher punktuell halten, damit es nicht zu weit strahlt. „Immerhin ist das mitten im Wohngebiet.“

Die Ergebnisse werden jetzt an Stellwänden im Weyarner Rathaus präsentiert. Im November fällt der Gemeinderat in seiner Sitzung einen erneuten Beschluss – dann geht es an die Umsetzung. Wichtig: Später könne man immer nachjustieren, betont Klee.

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