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Die Gemeinde Weyarn will ihre Radwege attraktiver machen

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Von: Christine Merk

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Radler am Radweg zwischen Weyarn und Darching
Ein beliebter Radweg ist der zwischen Weyarn und Darching, der hier westlich des Weyarner Gewerbegebiets Am Weiglfeld beginnt. Er soll asphaltiert werden – sofern die bestehende Trasse auf Valleyer Flur nicht mit den Plänen zum Ausbau der Autobahn kollidiert. © thomas Plettenberg

Mit gut befahrbaren Radwegen möchte Weyarn den Umstieg aufs Fahrrad fördern. An vorderster Stelle steht die Verbindung zum Darchinger Bahnhof.

Weyarn – Einen Radweg von Weyarn nach Miesbach – den wünschen sich viele Weyarner Bürger schon seit Langem. Bis er realisiert werden kann, wird es noch einige Zeit dauern. Die Gemeinde möchte aber zumindest mit den Planungen für ein Teilstück dieses Wegs beginnen: für die Strecke von Pienzenau nach Miesbach. Dieser Teil steht auf Platz zwei der Liste, mit der die Gemeinderäte in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause festgelegt haben, in welcher Reihenfolge die Kommune die Projekte zur Verbesserung des gemeindlichen Radwegenetzes angehen soll.

Im Fokus steht auf dieser Liste der Radweg ab dem Weyarner Gewerbegebiet Am Weiglfeld in Richtung Darchinger Bahnhof. Er soll durchgehend asphaltiert werden. „Die Maßnahme würde auch mit 80 Prozent gefördert werden“, erklärte Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) im Gemeinderat. Denn der Radweg sei der Staatsstraße zugeordnet und damit sei das Staatliche Bauamt Rosenheim zuständiger Projektträger und nicht die Autobahn GmbH. Das war für Wöhr neu, ebenso wie für seinen Valleyer Amtskollegen Bernhard Schäfer (FWG).

Der größere Teil des Weges liegt auf der Flur der Nachbargemeinde, nämlich alles westlich der Autobahnbrücke. Bevor aber in diese Strecke Geld gesteckt wird, soll festgestellt werden, ob die bestehende Trasse mit der Planfeststellung zum achtspurigen Ausbau der Autobahn kollidiert. „Das muss das Straßenbauamt Rosenheim erst klären“, sagt Wöhr. Gespräche hätten schon stattgefunden, teilte er mit. Das Ergebnis müsse man nun abwarten.

Eine Asphaltierung des Radweges mache nur Sinn, wenn sie für die gesamte Strecke umgesetzt werden könne, betont der Bürgermeister. Wenn jemand mit dem Rad zum Bahnhof in Darching und weiter in die Arbeit fahre, müsse ein Weg ohne Schlaglöcher, in denen nach einem Regen das Wasser steht, zur Verfügung stehen – und zwar vom Anfang bis zum Ende.

Ein Pluspunkt für einen zumindest gelegentlichen Umstieg der Pendler vom Auto aufs Fahrrad wäre die Asphaltierung des Wegs zum Bahnhof auf alle Fälle – ebenso wie eine Radverbindung von Pienzenau nach Miesbach. Die steht, wie berichtet, auf Platz zwei der Prioritätenliste. Auch hier sei das Staatliche Straßenbauamt Rosenheim zuständig, erklärt Wöhr. Die Gemeinde müsse jedoch die notwendigen Grundstücke zur Verfügung stellen. „Der Verlauf der Trasse ist aber noch nicht endgültig klar“, sagte der Bürgermeister in der Sitzung. „Sobald ich eine Detailplanung habe, werde ich sie Euch übermitteln“, versprach er den Gemeinderäten.

Auf dem dritten Platz der Prioritätenliste steht eine Verbindung von Holzolling hinauf in Richtung Weyarn, mit der vor allem die enge Straße am Holzollinger Berg umgangen werden kann. Es gebe einen gemeindlich gewidmeten Forstweg, der sich eventuell eignen könnte, erklärt der Bürgermeister. Es müsse aber erst noch geklärt werden, ob dieser mit vertretbarem Aufwand so ertüchtigt werden könne, dass er sich als Radweg eigne.

Auf der Wunschliste der Gemeindebürger stehen außerdem Radverbindungen von Fentbach nach Mittenkirchen und von Bruck nach Wattersdorf. Die sollen später realisiert werden. Denn alles auf einmal anzupacken, ist für die Gemeinde weder finanziell noch logistisch machbar.

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