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Schafft Arbeitsplätze: Das 30-köpfige Team um Betreiber Stefan Odenbach könnte im Juli die Filiale eröffnen. Die Bauphase neigt sich dem Ende zu, die Übergabe des Marktes ist für Mai angesetzt.

Am Ortseingang

Edeka in Weyarn: Ab Juli ist das „Versorgungsloch“ gestopft

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Die Eröffnung des Vollsortimenters rückt immer näher: Der Bau des Edeka ist laut dem Bauherrn im Zeitplan. Und das, obwohl man mit einem kuriosen Fliesen-Problem zu kämpfen hatte.

Weyarn – Der Edeka am Weyarner Ortseingang nimmt immer weiter Form an. Das Grau des Rohbaus ist einer Glasfassade gewichen, vereinzelt beklebt mit markant blauer Folie. Auch die hölzerne Dachverkleidung ist bereits montiert, derzeit wird der Parkplatz angelegt. Im Außenbereich hat sich trotz zwischenzeitlichem Wintereinbruch einiges getan, zuletzt fand der Löwenanteil der Bauarbeiten aber im Inneren des über 1200 Quadratmeter großen Supermarktes statt.

„Wir sind an die Nahwärme angeschlossen“, sagt Max von Bredow, Vorstandsvorsitzender der Quest AG, die den Supermarkt baut und an Edeka verpachtet. „So konnten wir den ganzen Winter durcharbeiten.“ Ganz reibungslos verlief das aber nicht, wie Bredow verrät. Zwar hatten es die Bauarbeiter wohligwarm, jedoch hätten zwischenzeitlich die nötigen Baustoffe gefehlt. „Das Dämmmaterial zum Beispiel war ausverkauft, nicht lieferbar“, erzählt Bredow. Auch bei den Fliesen habe es Lieferengpässe gegeben. Denn: Nach der Übernahme von Tengelmann baut Edeka aktuelle zig übernommenen Märkte um. Und die sollen, na klar, auch alle einheitlich gefliest sein.

Heute kann Bredow über das Liefer-Dilemma schmunzeln. Die Bauarbeiten sind zurück in der Spur. „Wir sind soweit im Zeitplan“, sagt der Bauherr bei einem Ortstermin. Anfang Mai soll der Markt demnach übergeben werden. Ab dann rollen die gelb-blauen Laster an, und Betreiber Stefan Odenbach kann Regale und Produkte einräumen. Über 15 000 Artikel will er seinen Kunden in dem Markt mit integriertem Café und Backshop anbieten. „Das Einräumen dauert in der Regel sechs, acht Wochen“, meint Bredow. Demnach könnte die Filiale in Weyarn Mitte Juli ihre Türen für die Kunden öffnen.

Und damit die auch nicht am Supermarkt vorbeifahren, haben sich Betreiber und Gemeinde in Sachen Werbemittel auf das Was, Wo und Wie viel geeinigt. Die Gemeinde hatte dabei von vorneherein alle Trümpfe in der Hand. „Wir haben die Werbeanlagen baurechtlich sehr restriktiv gehalten, damit wir Mitspracherecht haben“, erklärte Bürgermeister Leonhard Wöhr jüngst im Gemeinderat. Das Ergebnis: ein „Kompromiss“.

Zur Miesbacher Straße hin werden Schilder montiert, die für Café und Bäckerei werben, an der Einfahrt zum Parkplatz darf der Betreiber eine Pylone aufstellen, und über dem Haupteingang hängt künftig ein beleuchteter Edeka-Schriftzug, der eine Stunde vor Öffnung und eine nach Ladenschluss ein- und ausgeknipst wird. „Der brennt nicht die ganze Nacht durch“, erstickte Wöhr etwaige Bedenken im Keim.

Einer permanenten Werbetafel für Sonderangebote erteilte die Gemeinde derweil eine Absage. Überdies stutzte sie die „obligatorischen Fahnen“ von acht auf 6,5 Meter. Ursprünglich sollten sie am Kreisel und somit „in der Sichtachse zur Kirche“ stehen, monierte Wöhr. Deswegen wurden die Fahnen an die Hauptstraße versetzt. Somit bleibt der Blick auf Kloster und Alpen, wie von der Gemeinde eingefordert und vom Architekten Andreas Leupold umgesetzt, frei. Supermarkt und Parkplatz (83 Stellplätze) ducken sich vor dem Ort.

Während sich die Bauphase dem Ende neigt – das Gebäude wird unter anderem an der Südseite noch angeschüttet und begrünt –, sucht Betreiber Odenbach Personal. Ein 30-köpfiges Team soll sich in dem Vollsortimenter ab Juli um die Kunden kümmern. Die Zeiten, in denen die Weyarner für einen Großeinkauf nach Miesbach oder Holzkirchen müssen, sind dann vorbei. Oder anders gesagt: Das „Versorgungsloch“, wie es Bauherr Bredow nennt, ist gestopft.

fp

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