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Gut in die Umgebung einfügen soll sich der neue Edeka-Markt am Weyarner Kreisverkehr. 

Eröffnung im Frühjahr 2018 

Edeka kommt nach Weyarn

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Jetzt ist es offiziell: Edeka wird den neuen Supermarkt am Weyarner Klosteranger betreiben, Rewe schied aus dem Rennen aus. Das hat unsere Zeitung exklusiv erfahren. 

Weyarn– Jetzt ist es offiziell: Edeka wird den neuen Supermarkt am Weyarner Klosteranger betreiben, Rewe schied aus dem Rennen aus. Das teilt Bauherr Max von Bredow, Vorstandsvorsitzender der Quest AG, gegenüber unserer Zeitung mit. „Der Vertrag ist unterschrieben zurückgekommen“, sagt er. Die Baugenehmigung aus dem Landratsamt sei inzwischen eingetroffen. Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) habe sich für eine schnelle Genehmigung des Sonderbaus eingesetzt.

Geht alles gut, könnte im März der Spatenstich stattfinden. Die Aufträge für die Erdarbeiten und den Rohbau seien schon vergeben. Quest baut den Supermarkt, bleibt Eigentümer und verpachtet das Gebäude an Edeka. Edeka wiederum vermietet den Markt an einen Kaufmann unter, der ihn selbstständig betreibt. Eine entsprechende Person werde nun gesucht. „Niemand kennt und erfüllt die Kundenwünsche so gezielt wie unsere Edeka-Kaufleute vor Ort“, erklärt Stefan Kellermann, verantwortlicher Expansionsmitarbeiter der Edeka Südbayern in einer Pressemitteilung.

„Uns gefällt dieses Kaufmannsprinzip von Edeka“, sagt Bredow. Das habe bei der Entscheidung für Edeka eine Rolle gespielt. Dieses Prinzip entspreche ganz den Vorstellungen der Firma Quest, die sich der Regionalität verschrieben habe. Man arbeite vorwiegend mit regionalen Handwerkern zusammen, bei den Mehrgenerationenhäusern am Klosteranger genossen Einheimische ein Vorkaufsrecht. Der Kaufmann bei Edeka könne sein Sortiment selbst beziehen, auch aus der Region und direkt von Landwirten. Neben saisonalem Obst und Gemüse lokaler Betriebe gehören Eier und Molkereiprodukte, Fleisch und Wurst sowie Brot und Backwaren zu den festen Größen heimischer Erzeugnisse in den Edeka-Regalen, ergänzt Kellermann.

Der geplante Backshop in dem Gebäude soll daher ebenfalls, wenn möglich, von einem regionalen Bäcker betrieben werden, meint Bredow. Zwar vermiete hier Edeka den Bereich unter. „Aber wir haben ein Mitspracherecht.“ Das sei ein großer Verhandlungspunkt im Mietvertrag gewesen. Man werde nun erneut auf hiesige Bäcker zugehen. Wichtig auch: „Die Gewerbesteuer bleibt in Weyarn“, betont Bredow. Noch so ein Edeka-Prinzip.

Der Markt umfasst eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern, es sollen 15 000 Artikel angeboten werden. „Es handelt sich um einen Vollsortimenter“, erklärt Bredow. Für Backshop samt Café stehen 198 Quadratmeter zur Verfügung, hinzu kommt eine Süd-Terrasse mit 75 Quadratmetern.

Architektonisch integriere sich der Markt gut in Weyarn und die ländliche Bebauung, findet Bredow. Von Süden und Westen sei ein grüner Hügel zu sehen. Das Gebäude werde hier angeschüttet und begrünt. Durch das begrünte Dach entstehe der Eindruck vom Hügel. Nach Norden und Osten öffne sich das Gebäude mit einer Glasfassade zum Kreisverkehr. „Eine schöne großzügige Geste, die die Besucher im Markt willkommen heißt“, sagt Bredow. Er schätzt, dass ab Frühjahr 2018 dort eingekauft werden kann. 

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