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Spatenstich für den Endspurt: (v.l.) Rathaus-Geschäftsführer Johann Walser, Investor Max von Bredow, Architekt Andreas Leupold und Bürgermeister Leonhard Wöhr.

Letzter Bauabschnitt

Erst einmal durchschnaufen: Gemeinde plant vorerst keine weitere Wohnbebauung

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Auf dem Klosteranger in Weyarn entstehen in den kommenden zwei Jahren die letzten beiden Mehrgenerationenhäuser. Die Gemeinde drückt beim Wohnungsbau anschließend auf die Bremse.

Weyarn – Endspurt auf dem Klosteranger: Mit den Häusern 6 und 7 biegt das Bauprojekt Mehrgenerationenwohnen in Weyarn auf die Zielgerade ein. Im finalen Bauabschnitt entstehen weitere 20 Wohnungen, zwischen 50 und 110 Quadratmetern groß. Während ein Bagger derzeit schon den Keller für die Neubauten aushebt und Bauarbeiter über das Gelände wuseln, bahnen sich in der Gemeinde ruhigere Zeiten in Sachen Wohnbebauung an. Das Motto: Erst einmal durchschnaufen.

„Wir brauchen eine Atempause“, sagt Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) beim symbolischen Spatenstich für die letzten beiden der insgesamt sieben Mehrgenerationenhäuser, die die Rosenheimer Firma Quest am Klosteranger baut. Seine schwarzen Anzugschuhe hat Wöhr dem Anlass entsprechend gegen gelbe Gummistiefel getauscht. Auf Baustellen kennt sich der Verwaltungschef mittlerweile aus. Schließlich wird seit über drei Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Büro gebaggert und gebaut.

Doch jetzt will die Gemeinde – auch mit Blick auf das stetig lodernde Thema Flächenfraß – auf die Wohnbau-Bremse drücken. Im Einzelfall nachverdichten: ja. Neue Wohnbaugebiete: nein. „In dieser Dimension steht nichts mehr an“, sagt Wöhr, als er, einen Spaten in der Hand, mitten in der Baugrube steht. Dort, wo in zwei Jahren, so der Plan, Haus 7 stehen soll.

Noch etwas hin also, bis die Häuser bezugsbereit sind. Gefragt sind die Wohnungen, die komplett durch die Nahwärme versorgt werden, allerdings schon jetzt. Insbesondere Bürger aus Weyarn schlagen zu. Wie bei den fünf Gebäuden zuvor hat der Investor Käufern aus Weyarn eine Vorreservierungsfrist eingeräumt. „Das entspricht unserer Philosophie“, erläutert Max von Bredow, Vorstandsvorsitzender von Quest. „Wir bauen für die Menschen aus dem Ort, in dem wir bauen.“ Und das Angebot wird gut angenommen.

Seit Anfang März läuft besagte Reservierungsfrist. 13 der 20 Wohneinheiten – die Quadratmeterpreise rangieren zwischen 3950 und 5500 Euro – seien bereits reserviert, sagt Bredow, acht davon seit dem ersten Tag. Ein Trend, der schon bei den ersten Häusern zu beobachten war. Fast 70 Prozent der Wohnungen gingen demnach an Einheimische – oder Rückkehrer, die nach dem Studium zum Beispiel zurück in ihre Heimat ziehen. „Manche holen auch ihre Eltern nach Weyarn“, sagt Bredow. In jedem Fall hätten die Bewohner irgendeinen Ortsbezug. „Reine Münchner, denen München zu teuer ist und denen es hier gefällt,“ sagte Bredow, „haben wir nicht.“

Worte, die Rathauschef Wöhr gerne hört: „Unser Ziel war es von vorneherein, dass die Wohnungen bevorzugt an unsere Bürger gehen und dass sie nicht in die Weiten des Marktes kommen.“ Insgesamt habe das anfangs so umstrittene Projekt eine Entwicklung genommen, die er so nicht erwartet hätte. Der Kritik – zu viel, zu groß – stehe heute zentrumsnaher, barrierefreier und attraktiver Wohnraum gegenüber, von dem künftige Generationen profitierten, so Wöhr. Grund genug, um jetzt erst einmal durchzuschnaufen.

fp

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