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Süß und selten: Simone Schmid pflückt die Aprikosen, die gut geschützt an der sonnigen Südseite ihres Hauses in Stürzlham wachsen.

Gärtnerin im Interview

So wachsen Aprikosen auch bei uns - und schmecken sogar

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Weyarn - Sie sind hierzulande selten, saftig, süß und werden schon mal von Fremden stibitzt: Gut einen Zentner Aprikosen hat Simone Schmid (50) aus Stürzlham heuer in ihrem Garten geerntet. Im Gespräch erklärt die Landwirtin, wie die Früchte am besten wachsen, und was sie daraus macht.

Frau Schmid, Sie haben herrlich saftig aussehende Aprikosen in Ihrem Garten. Fällt die Ernte heuer besonders gut aus?

Schmid: Es war heuer super, bestimmt ein Zentner. Aber im vergangenen Jahr waren es sogar noch mehr. Das hängt immer vom Wetter und den Bienen ab. In der Regel kann man Aprikosen einmal im Jahr ernten, so zwei Wochen lang. Am besten und süßesten schmecken sie, wenn man sie bei Sonnenschein pflückt – da ist der Fruchtzuckergehalt am höchsten.

Hierzulande sieht man Aprikosen eher selten wachsen. Sind sie etwa besonders pflegeintensiv?

Schmid: Nein, sie sind eigentlich sehr pflegeleicht. Man muss sie natürlich regelmäßig gießen und im Herbst etwas zuschneiden – wie alle anderen Obstbäume auch. Ich weiß auch nicht, warum man Aprikosen hier nicht so oft sieht. Ich kenne eigentlich nur noch eine Frau aus Neukirchen, die welche auf dem Grundstück hat. Aber heuer sind die Aprikosen bei ihr nichts geworden.

Bei Ihnen aber schon. Verraten Sie uns Ihr Geheimnis? Wie sehen die optimalen Bedingungen aus?

Schmid: Mein Spalier steht an der Südseite, an einem sonnigen Platz, und ist durch die Hausmauer geschützt. Als Dünger verwende ich Steinmehl.

Und was macht man mit so viel Obst?

Schmid: Wir verschenken viel. Ansonsten verarbeite ich die Aprikosen weiter zu Marmelade, Kuchen, Smoothies oder Likör. Ich friere auch viel ein, dann hat man das ganze Jahr über was davon.

Ihr Spalier steht direkt an der Straße. Stibitzen Fremde da schon mal was?

Schmid: Erst neulich habe ich wieder welche erwischt, die gleich ein paar Aprikosen in ihrem Radlkorb verstaut hatten. Zu ihnen habe ich gesagt: ’Man fragt halt.’ Aber wenn sich jemand mal eine einzelne Aprikose zum Schnabulieren holt, ist das schon in Ordnung. Man sollte es eben nur nicht übertreiben.

Wächst weiteres Obst auf Ihrem Grundstück?

Ja, wir haben einen Obstgarten mit Äpfeln und Birnen. Aber heuer war kein gutes Jahr für sie. Die Aprikosen mag ich aber sowieso am liebsten – eben weil man so viel mit ihnen machen kann.

mar

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