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Derzeit werden an der Kletterhalle in Weyarn die Wandpaneele angebracht, auf denen dann die Griffe für die Kletterrouten angeschraubt werden.

Schon bald sollen die neuen Wände fertig sein

Endlich: Kletterhalle macht auch draußen mobil

Weyarn – Bald geht’s auch draußen aufwärts am KletterZ in Weyarn: An den Außenwänden der Kletterhalle werden derzeit Kletterwände angebracht. Schon bald soll alles fertig sein.

Voraussichtlich ab Anfang Juni kann dort geklettert werden, sagt Andreas Huber, der Vorsitzende des Fördervereins „Kletterzentrum Aufwärts in Miesbach“. Und auch der Bau der kleineren Schwester nebenan am Weiglfeld, der Boulderhalle, soll bald beginnen.

Die große Kletterhalle mit Boulderbereich hat der Verein wie berichtet im vergangenen Jahr gebaut, eröffnet wurde sie am 1. November. „Wir haben eine Lücke getroffen“, freut sich Huber. Die Besucher kommen bis aus München, Rosenheim und Lenggries ins KletterZ. In der Halle ist derzeit vor allem klassisches Klettern möglich, dazu in einem kleineren Bereich Bouldern, das dank dicker Matten ohne Seilsicherung auskommt und in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebte. 

In gut einem Monat können die Kletterer künftig auch gut 750 Quadratmeter der fast 15 Meter hohen Außenwand nutzen: „Die Unterkonstruktion aus Holz ist schon fertig, wir bringen gerade die Wandpaneele an“, erklärt Huber. Danach müssen noch die Griffe für die verschiedenen Routen angeschraubt werden. Neben einem Überhang von fünf Metern und diversen technischen Herausforderungen für die Kraxler kommt auch ein Standplatz in die Wand, auf etwa zehn Metern Höhe. Dieser kann auch für Praxisübungen zum Abseilen etwa für Bergwachten oder Feuerwehren dienen, erklärt Huber; die Rettungsorganisationen trainieren in und an der Halle des Fördervereins kostenlos. Der Boden unter den Außenkletterwänden wird mit sieben Zentimeter dickem Fallschutzboden belegt, wie es ihn auch an Spielplätzen gibt. 

Andreas Huber, Vorsitzender des Fördervereins Kletterzentrum Aufwärts 

Für den kommenden Sommer hat der Verein noch einiges vor. An der Halle wird ein Garten angelegt, dazu kommen ein kleines Häuschen mit Ausschank, an dem im Sommer auch regelmäßig gegrillt werden soll, ein Sandkasten und zwei Slacklines zum Balancieren. An der Süd- und der Westseite werden Sonnenterrassen für die Besucher angelegt. Von dem Standort des KletterZ hoch über dem Mangfallufer, umringt von Bäumen, ist Huber begeistert. „Wenn gegen Abend die Sonne langsam untergeht und durch die Bäume scheint, ist das ein wunderschönes Plätzchen.“ 

Komplett ist die Vision vom Kletterzentrum damit noch nicht: Möglichst auch im Sommer will der Förderverein, den eine Stiftung finanziell unterstützt, mit dem Bau der Boulderhalle loslegen. Sie wird bei einem Grundriss von 27 mal zehn Metern eine Höhe von 7,50 Metern erreichen. „Die Baugenehmigung liegt uns seit voriger Woche vor“, so Huber. Zum Bouldern stehen in der zweiten Halle weitere 500 Quadratmeter zur Verfügung, insgesamt sind es dann 750 Quadratmeter. 

Der Förderverein will vor allem auch das Bouldern und Klettern als therapeutischen und inklusiven Sport anbieten. Nicht nur Schulklassen waren schon im KletterZ zu Gast, sondern zum Beispiel auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die am Caritas-Kinderdorf Irschenberg betreut werden. In der Boulderhalle werden Räume speziell auf Menschen mit Behinderungen zugeschnitten. Eine Universitätsstudie soll eines der Projekte begleiten.

Katrin Hager

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