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Der Klosteranger in Weyarn ist eine große Baustelle. 

So geht's weiter auf der Großbaustelle Klosteranger

Unglaublich: Autofahrer brettern durch Sperre über frischen Teer

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Weyarn - Der Gemeinderat segnete  die Pläne für die Außenanlagen am Klosteranger endgültig ab. Während der Bauarbeiten an der Staatsstraße erlebte der Bürgermeister Unglaubliches. 

Als die Weyarner Ortsdurchfahrt im Zuge der Bauarbeiten – die Staatsstraße 2073 wurde saniert, die J.B.-Zimmermannstraße verlegt – Ende Oktober für ein paar Tage halbseitig gesperrt war, musste Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) die wildesten Sachen erleben. Für den Verkehr aus Miesbach gab’s zwar eine Umleitung. „Doch einige Autos fuhren bis zur Baustelle rein, durch die Absperrung hindurch und mitten in den frischen Teer rein.“ Manche wichen über die Gegenfahrbahn aus. Kam ihnen einer entgegen, bretterten sie über das Gras jenseits der Straße. Einmal zückte Wöhr sein Handy, um anzudrohen, ein Foto zu machen. Doch die Fahrer zeigten sich unbeeindruckt. „Verkehrsteilnehmer und Vernunft, das sind oft zwei Paar verschiedene Schuhe“, resümierte Wöhr jetzt in der Gemeinderatssitzung.

Schäden glücklicherweise im Rahmen

Trotz allem seien die Schäden, die die rabiaten Autofahrer verursachten, nicht gravierend. Die Asphaltierung der Staatsstraße sei abgeschlossen. Die neue J.B.-Zimmermannstraße werde Anfang Dezember dem Verkehr übergeben. Die alte diene vorerst als Baustellenzufahrt, später kommt sie weg. Die Feinschicht für die neue Straße wird erst später aufgebracht, damit sie durch die nahe Baustelle nicht beschädigt wird.

Bekanntlich wurde die J.B.-Zimmermannstraße wegen der Bebauung am Klosteranger verschwenkt. Dort entstehen sieben Mehrgenerationenhäuser, Reihenhäuser und ein Supermarkt. Bei einem Bürgerworkshop im Juli durften Bürger ihre Ideen für die Gestaltung der Außenanlagen einbringen. Bei einer Planerwerkstatt im August schauten sie sich erste Entwürfe an. Dem vom Planer erarbeiteten Vorkonzept gab der Gemeinderat seinen Segen. Für das Feintuning gab’s im Oktober einen zweiten Bürgerworkshop. Jetzt landete das Konzept wieder im Gemeinderat.

Klosteranger: So geht es weiter

Nachdem Landschaftsarchitekt Uwe Schmid die Pläne in der vergangenen Sitzung ausführlich vorstellte, verzichtete Wöhr in der jetzigen Sitzung auf Details. Zumal die Entwürfe im jüngsten Bürgerworkshop „als gut befunden worden sind, und keine neuen Anregungen dazu kamen“, meinte Wöhr. „Offenbar sind alle zufrieden.“ Um die Pflege der Gemeinschaftsgärten kümmere sich ein neuer Arbeitskreis, der gegründet werden soll – und den der Gemeinderat noch genehmigen muss.

Kornelia Schlickenrieder (WIGW) wollte wissen, ob alle Gemeindebürger an dem Workshop teilnahmen oder nur aktuelle und künftige Anwohner am Klosteranger. Laut Wöhr überwog der Teil der Altbürger, die sich seit langem in der Bürgerbeteiligung engagieren. Am Ende beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, die Planung so umzusetzen, zugleich soll die Verwaltung entscheiden, welche Firmen die Spielgeräte liefern. Laut Wöhr beginnt die Realisierung im Frühjahr 2017. „Aber sie wächst mit dem Baufortschritt.“ Also langsam von Süden nach Norden.

Außerdem beschloss der Gemeinderat einmütig, den Projektausschuss aufzulösen. Dieser war 2013 gegründet worden, mit dem Ziel, kleinere Baumaßnahmen in der Ortsmitte zu beschleunigen. Ende 2014 entzog ihm der Gemeinderat die beschließenden Kompetenzen, danach stand er nur beratend zur Seite. Jetzt sei er überflüssig. Die Hauptarbeit am Klosteranger sei geleistet, sagte Wöhr. „Die Meilensteine sind aufgearbeitet.“ Das rechtfertige einen eigenen Ausschuss nicht mehr.

Die Pläne

für die Außenanlagen am Weyarner Klosteranger werden in einer Ausstellung im Rathaus gezeigt. Eröffnung ist am Freitag, 16. Dezember, um 15 Uhr. Die Ausstellung ist bis 29. Dezember zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.

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