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Gestärkt in die zweite Halbzeit: Leonhard Wöhr erhielt gestern 1628 von 1812 abgegebenen Stimmen. 

Ohne Gegenkandidat

Bürgermeisterwahl Weyarn: Leonhard Wöhr mit 89,8 Prozent wiedergewählt

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Fast 90 Prozent Zustimmung: Bürgermeister Leonhard Wöhr (60) ist mit dem Ergebnis des gestrigen Wahltags zufrieden.

Weyarn – Fast 90 Prozent Zustimmung: Bürgermeister Leonhard Wöhr (60) ist mit dem Ergebnis des gestrigen Wahltags zufrieden. Er war als Alleinkandidat angetreten, Mitbewerber gab es nicht. 184 Wähler nutzten die Chance und schrieben einen anderen Namen auf den Wahlzettel – was möglich ist, wenn nominell nur ein Kandidat zur Wahl steht.

Die Freude über das gute Ergebnis sei aber gedämpft, betonte Wöhr gestern Abend. Überschattet sei der Tag von einem Corona-Verdacht in der Kita „Kinderland“, der viele Weyarner Familien kurzfristig in die Quarantäne gezwungen habe. Auf die Schnelle wurde für die Isolierten eine Briefwahl organisiert. Deswegen kletterte die Briefwahl-Quote rapide in die Höhe: Zwei Drittel der Stimmen kamen per Briefwahl (insgesamt 1271).

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„Angesichts der jüngsten Corona-Nachrichten in der Gemeinde knallen nicht die Sektkorken“, betonte Wöhr, der im Mai seine zweite Amtszeit in Angriff nimmt, „da wird in den nächsten Wochen viel Arbeit auf uns zukommen.“ Rechte Freude, das gestand er, wolle sich trotz der fast 90 Prozent nicht einstellen. Die Situation jetzt mit Corona erinnere ihn an die schwierige Lage nach seiner ersten Wahl vor sechs Jahren, als ihn die Flüchtlingskrise gleich nach Amtsantritt richtig gefordert hatte.

Dass der CSU-Amtsinhaber allein antrat und sich der Wahlkampf in Grenzen hielt, sieht Wöhr nicht unbedingt als Nachteil. Die Situation, einem sicheren Sieg entgegenzusehen, habe ihm zeitfressenden Wahlkampf erspart. „So konnte ich mich in den vergangenen Wochen darauf konzentrieren, wofür ich gewählt worden bin: Mich um die Belange der Gemeinde kümmern.“

Das will der 60-Jährige jetzt auch in den nächsten sechs Jahren tun. Klar ist für ihn, dass seine zweite Amtszeit die letzte sein wird. „2026 trete ich nicht mehr an.“ 

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