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Neben seiner Salzlagerhalle bei Thalham will der Landkreis ein weiteres Silo für den Winterdienst errichten. Die Investitionssumme beträgt zwischen 260 000 und 300 000 Euro. 

Landkreis baut 

Ein Silo für den Winterdienst

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Moderner, praktischer, besser: Der Landkreis will neben seinem Salzstadl bei Thalham ein 24 Meter hohes Silo für den Winterdienst bauen. Der Gemeinderat hat nichts dagegen.

Weyarn– Einst stürzte hier der Pegasus ab. Hinter der Salzhalle des Landkreises in Thalham hatte Ende 2016 ein Spaziergänger die verschollene Aluminium-Figur des geflügelten Pferds, die lange als Wappentier auf dem Vordach des Miesbacher Gymnasiums thronte, entdeckt (wir berichteten). Jetzt tut sich auf dem Gelände im Wald wieder etwas neues. Und wieder geht es um ein Projekt, das sich in den Himmel erstreckt.

Denn der Landkreis Miesbach möchte neben seinem bereits bestehenden Salzstadl bei Thalham an der Straße Richtung Reichersdorf ein neues großes Silo errichten. Eine entsprechende Voranfrage lag dem Weyarner Gemeinderat jetzt in seiner Sitzung vor.

Laut Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) gehört das Grundstück ebenfalls dem Landkreis. „Im Moment wird mit Lader und Fließband aufgeladen“, erklärte der Rathauschef. Nicht gerade praktisch und zeitgemäß. Zudem sei der Stadl marode. „Sie würden den Stadl stehen lassen und dort andere Dinge unterbringen“, berichtete er. Das neue Silo soll 24 Meter hoch werden und ein Fassungsvermögen von 600 Kubikmetern bekommen.

Gerhard Brandl, stellvertretender Pressesprecher im Landratsamt, bestätigt auf Anfrage: Der Stadl soll nicht mehr in seiner bisherigen Funktion verwendet werden. Er sei nicht mehr stabil, „weil das Salz die Wände angreift“. Zudem sei das Förderband, mit dem das Salz normalerweise vom Lkw in den Stadl aufgeladen wird, defekt. Das Silo hingegen könne automatisch befüllt werden. „Man kann von unten reinfahren“, meinte Wöhr.

Der Landkreis investiert laut Brandl zwischen 260 000 und 300 000 Euro in das neue Silo. Das Geld sei bereits im Haushalt eingeplant, das Silo soll heuer im Winter schon stehen.

Der Bauhof des Landkreises besitze ein weiteres Salzsilo. Dieses steht laut Brandl an der „Spinne“ in Holzkirchen, also an der Einmündung zwischen der B 318 und der Miesbacher Straße, neben dem Silo des Holzkirchner Bauhofs. Dieses jedoch ist mit 250 Kubikmetern Fassungsvermögen deutlich kleiner als der neue große Bruder in Thalham.

„Das Silo besteht innen und außen aus Holz“, sagt Brandl. Es sei aber trotzdem robust, weil es imprägniert werde. „Die Stadt Miesbach hat so etwas auch“, meint der Sprecher. Und da sei es auch stabil und wetterfest. Der Landkreis müsse sich um den Winterdienst auf allen Kreisstraßen kümmern – laut Brandl sind das umgerechnet insgesamt gut 100 Kilometer.

Das Bauvorhaben sei „in unserem Sinn“, sagte Bürgermeister Wöhr. Schließlich würden auch die Weyarner vom Winterdienst des Landkreises profitieren. Auch Kornelia Schlickenrieder (WIGW) hatte kein Problem mit dem Silo: „Es ist im Wald und kaum sichtbar“, meinte sie. Am Ende erteilte der Gemeinderat einstimmig und ohne größere Diskussion sein Einvernehmen.

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