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Ferdinand Hofer (l.) spielt im Tatort, der am Sonntag auf ARD läuft, den Assistenten von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl (r.).

Weyarner (22) spielt ab jetzt im Tatort mit

Wie man Batic & Leitmayrs Assistent wird

Weyarn - Nachhilfelehrer, Kellner oder Kassierer - die meisten Studenten haben recht langweilige Nebenjobs - im Gegensatz zu Ferdinand Hofer. Der 22-Jährige aus Weyarn spielt im Tatort mit.

Nachhilfelehrer, Kellner oder Kassierer: Die Liste der Nebenjobs ist lang. Nicht selten sind junge Studenten unzufrieden mit ihrer Arbeit. Nicht so Ferdinand Hofer. Der 22-jährige BWL-Student hat das Glück, neben seinem Studium in München als Schauspieler zu arbeiten. Bisher spielte der Großseehamer einige Rollen in den Kinofilmen „Dampfnudelblues“ und „Schwere Jungs“ von Marcus H. Rosenmüller, jetzt aber hat er ein neues Projekt: Er wirkt beim Münchner „Tatort“ mit.

Seit diesem Jahr unterstützt Hofer die beliebten „Tatort“-Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl als Assistent bei ihren Ermittlungen. Bereits im Mai war Hofer in der ARD als Kalli Hammermann zu sehen, der als junger Polizist jetzt fester Teil des Teams um die Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr wird. Die nächste Folge „Der Wüstensohn“ mit dem 22-Jährigen wird diesen Sonntag ausgestrahlt.

Ein eingefleischter „Tatort“-Fan ist Hofer nicht, hin und wieder hat er aber schon einige Fälle im Fernsehen verfolgt. „Ich wusste auch erst bei dem Casting vor Ort, dass es um eine Rolle im ,Tatort‘ geht“, erzählt Hofer, der sich vor einem Jahr gegen drei Mitbewerber durchgesetzt hat. „Diese Rolle ist schon eine größere Herausforderung: Schließlich ist die Handlung ernster und die Schwierigkeit ist es, wie ein echter Polizist zu handeln und die Rolle glaubwürdig darzustellen.“ Damit er die Zuschauer künftig überzeugt, musste Hofer sogar ein Training bei einem echten Polizisten absolvieren, der ihm genau erklärte, wie er beispielsweise die Waffe zu halten hat und Häuser richtig durchsucht. Schließlich verkörpert Hofer einen eifrigen und engagierten Polizisten, der gerne richtig anpackt.

Mit dieser neuen Herausforderung kommt auf den jungen Wahl-Münchner aber auch einiges an Arbeit zu. Mehrere Folgen im Jahr werden gedreht, pro Folge sind bis zu 25 Drehtage nötig. „Zeitlich könnte das eigentlich nur in der Prüfungsphase problematisch werden“, meint Hofer. Bisher haben sich aber Uni und Drehtage nicht überschnitten. Außerdem kommt er als Assistent nicht in jeder Szene vor und muss daher auch nicht an allen Drehtagen vor Ort sein. Auch das Textlernen halte sich laut Hofer in Grenzen: „Es reicht, wenn ich kurz vorher den Text lerne, weil wir ja immer nur ein paar Szenen am Tag drehen.“

Und auch, wenn manchmal etwas am Set schief geht und der Zeitdruck spürbar ist, sei die Stimmung fast immer locker und entspannt. Etwa 40 Leute arbeiten an einer Folge, meist wechselt die Besetzung hinter den Kulissen bei jedem neuen Fall der Münchner. „Das ist ja jedes Mal wie ein eigener abgeschlossener Film und wirklich interessant, weil man immer neue Leute kennenlernt“, sagt der Student erfreut.

Bereits im fünften Semester studiert der junge Schauspieler mittlerweile, sein Bachelor-Abschluss ist ihm besonders wichtig: „Auch wenn es momentan sehr gut läuft mit der neuen Rolle, kann es immer sein, dass das Schauspielern irgendwann vorbei ist.“ Eine gute Ausbildung kann in diesem Fall jedenfalls nicht schaden.

Daran will der junge Schauspieler jetzt aber noch nicht denken. Solange beides so gut vereinbar ist, will Hofer zweigleisig weitermachen, vielleicht sogar noch das Masterstudium anpacken. Immerhin macht ihm sein Studium ebenso viel Spaß wie die Schauspielerei. Erst nach seinem Abschluss muss er sich dann wohl entscheiden, in welche Richtung er gehen will. Bis dahin wird er das charismatische Ermittlerduo in München aber hoffentlich noch bei einigen „Tatort“-Fällen unterstützen.

Neuer München-Tatort spielt auf dem Oktoberfest 2014

Auch bei den aktuellen Dreharbeiten für einen neuen München-Tatort ist Ferdinand Hofer wieder mit dabei. Die Produktionsfirma Wiedemann & Berg Television dreht bereits seit dem 2. September 2014 für einen neuen Fall der beiden Kommissare Leitmayr und Batic. Die Besonderheit: Der Tatort spielt auf dem Oktoberfest und heißt "Die letzte Wiesn". Im Fernsehen wird er nächstes Jahr pünktlich zum Wiesn-Start 2015 zu sehen sein.

Von Caroline Attlfellner

Die nächste „Tatort“-Folge „Der Wüstensohn“ mit Ferdinand Hofer läuft diesen Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD.

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