Helena und Constanze Rauch, Großseeham
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Freuen sich auf die Rückkehr der Camper: Helena (l.) und Constanze Rauch, Betreiberinnen des Campingplatzes in Großseeham.

Es gibt aber strenge Auflagen

Nach Öffnung: Großer Ansturm auf Campingplätze im Landkreis Miesbach

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Darauf haben Camper sehnsüchtig gewartet: Seit Samstag, 30. Mai, dürfen die Plätze im Landkreis wieder Gäste mit Wohnmobilen und Zelten empfangen. Der Andrang ist riesig.

Landkreis – Mehr als eine Stippvisite war nicht drin auf dem Campingplatz in Großseeham. Auch die Dauercamper durften allenfalls kurz nach dem Rechten schauen, berichtet Helena Rauch, die den Platz zusammen mit ihrer Schwester Constanze Rauch betreibt. Seit Samstag, 30. Mai, ist die schwere Corona-Zeit überstanden, der Campingplatz darf wieder öffnen.

Von einem Normalbetrieb sei man aber noch ein gutes Stück entfernt, meint Rauch. Maximal 70 Prozent der 20 Dauer- und rund 15 Kurzzeitplätze werde man belegen, so Rauch. „Wir sind ein kleiner Campingplatz, da sind die Abstände nicht so leicht einzuhalten.“ Vor allem an den Sanitäranlagen könne es bei großem Andrang zu längeren Wartezeiten kommen. Immerhin seien die einzelnen Duschen baulich voneinander getrennt. „Sonst hätten wir jede zweite sperren müssen“, erklärt Rauch.

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Um die Situation etwas zu entzerren, bitte man die Camper, die WCs und Duschen in ihren Wohnwagen oder Wohnmobilen zu nutzen. Verpflichtend sei dies aber nicht. Auch Camper, deren Wagen nicht über eine sanitäre Ausstattung dieser Größenordnung verfügen, dürften ihre Zelte in Großseeham aufschlagen, versichert die Betreiberin. Bei Ankunft würden aber alle Gäste über die Hygieneregeln informiert, die etwa auch eine Maskenpflicht für die öffentlichen Bereiche des Platzes beinhaltet – allerdings nicht im Freien. Besuche dürften die Camper nur im Ausnahmefall und auf Anmeldung empfangen. Einen kompletten Neustart hingegen legt der Campingplatz in Schliersee hin. Am 1. April haben neue Betreiber das Ruder übernommen. Auf der Internetseite stellen sie sich als Mark und Christian vor. „Mit diesem Schritt haben wir uns einen Wunsch erfüllt. Jetzt wollen wir Eure Wünsche erfüllen“, schreiben die beiden. Schritt für Schritt wolle man den Platz zu einem „gemütlichen, nachhaltigen Wohlfühlort“ entwickeln. Was sie genau vorhaben, verraten die Betreiber nicht. Und auch auf Anfrage unserer Zeitung waren sie nicht zu erreichen.

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Warum, zeigt die automatische Antwort, die man nach einer Kontaktaufnahme per E-Mail erhält: „Aufgrund der Vielzahl der Anfragen können wir nicht alle persönlich beantworten.“ Anfang Juni sei der Platz mit seinen 50 Stell- und 20 Zeltplätzen bereits ausgebucht, freie Kapazitäten gebe es erst wieder ab dem 13. Juni. Aktuell dürfe man aber nur Reservierungen von Campern entgegennehmen, die ihr eigenes WC an Bord haben. In den vorhandenen Sanitär- und Spülräumen gelte Maskenpflicht, die Gastronomie habe nur im Außenbereich geöffnet. Und auch beim Empfang werde der persönliche Kontakt auf ein Minimum begrenzt.

Wie sich der Campingplatz Wallberg in Weißach auf den verspäteten Saisonstart vorbereitet, bleibt offen. Auch dort war auf Anfrage unserer Zeitung niemand für eine Auskunft verfügbar, aus der Homepage gehen keine Informationen über den Umgang mit der Corona-Pandemie hervor. Zumindest deutet das darauf hin, dass der Andrang der Camper auch am Tegernsee groß sein dürfte.

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