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Karten auf den Tisch: Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (M.) und ihr Amtskollege aus Weyarn, Leonhard Wöhr, diskutierten ihre Ideen für einen interkommunalen Radweg mit Verkehrsministerin Ilse Aigner.

Erste Etappe: Radwegeprogramm

Neuer Radweg zwischen Weyarn und Miesbach: Das ist der Planungsstand

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Schluss mit der Strampelei: Weyarn und Miesbach forcieren den Bau eines asphaltierten Radwegs neben der Staatsstraße 2073. Unterstützung erhalten sie von Verkehrsministerin Ilse Aigner.

Weyarn/Miesbach – Wer von Weyarn nach Miesbach radelt, muss ordentlich in die Pedale treten. Die Route führt runter ins Mangfalltal, den Fluss entlang über bergige Schotterstrecken, die zuweilen einem Mountainbike-Trail ähneln. Weyarns Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) kennt die Strecke. Er ist selbst begeisterter Radfahrer und weiß: „Das ist momentan die schnellste Verbindung nach Miesbach, aber leider keine für jemanden, der in die Arbeit radeln will.“ Das soll sich aber ändern.

Gemeinsam mit seiner Miesbacher Amtskollegin Ingrid Prongratz (CSU) treibt Wöhr nun die Pläne für einen asphaltierten Radweg zwischen der Klostergemeinde und der Kreisstadt voran. Im Radwegekonzept für den Landkreis, das die ATS hat anfertigen lassen, ist diese direkte Verbindung in der Liste der wünschenswerten Radwege aufgeführt. „Wir brauchen gut ausgebaute Strecken, wenn wir Radmobilität weiter fördern wollen“, betont Pongratz.

Statt durch das Mangfalltal soll der Radweg „in unmittelbarer Nähe“ zur Staatsstraße verlaufen, erklärte Wöhr, damit Schüler, Pendler und Ausflügler bequemer und schneller von Ort zu Ort gelangen. Eine spruchreife Trasse gebe es noch nicht. Nach der Sommerpause wollen beide Gemeindeoberhäupter deswegen erneut das Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim suchen, das als Straßenbaulastträger involviert ist. „Dann besprechen wir im Detail, wo eine Trasse verlaufen könnte“, sagt Wöhr.

Das Grobkonzept diskutierten Pongratz und Wöhr jüngst mit Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU). Dabei wurde klar: Für einen Radweg, teilt das Verkehrsministerium mit, entpuppt sich das Vorhaben als ein vergleichsweise großes Projekt. Sowohl, was die Länge (rund acht Kilometer) als auch die Kosten anbelangt.

Wöhr geht von Gesamtkosten im „siebenstelligen Bereich“ aus: „Für uns ist es daher substanziell, dass wir staatliche Unterstützung bekommen.“ Voraussetzung wäre, dass die Verbindung Weyarn-Miesbach im nächsten Radwegeprogramm des Freistaats für die Jahre 2020 bis 2024 aufscheint. Auch für Pongratz ist es unabdingbar, in das Programm aufgenommen zu werden: „Wenn wir da nicht reinkommen, passiert auch nichts.“

Umso wichtiger sei es, jetzt schon aktiv zu werden und „den Stein ins Rollen zu bringen“, so Miesbachs Bürgermeisterin. Sie will die Thematik bald in den Stadtrat bringen, Wöhr im Gemeinderat abklopfen, „ob wir bereit sind, gegebenenfalls eigene Flächen ins Projekt einzubringen“. Steht die Trasse und schafft der Radweg den Sprung ins Förderprogramm, hält es Wöhr für durchaus möglich, dass der Radweg bis 2024 gebaut werde.

Neben dem großen Einzugsbereich sieht Wöhr die Bedeutung des Radwegs für das überregionale Wegenetz als schlagendes Argument. Die Fahrradroute von Holzkirchen über Mitterdarching Ende bis dato abrupt in Weyarn. Eine Verlängerung nach Miesbach mache daher durchaus Sinn.

Sowohl im Miesbacher als auch im Weyarner Rathaus ist man folglich guter Dinge. Insbesondere nach dem Gespräch mit Verkehrsministerin Aigner, aus dem Wöhr „hoffnungsvolle Signale“ mitgenommen hat. „Bei der nächsten Fortschreibung des Radwegprogramms“, versprach Aigner, „werden wir den Radweg in die Prüfung einbeziehen.“

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