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In seiner Ansprache beim Neujahrsempfang in der Schulaula fand Bürgermeister Leonhard Wöhr (l. am Pult stehend) dankende, aber auch mahnende Worte.

Neujahrsempfang in Weyarn

Der Bürgermeister sagt danke - und mahnt

Worte des Dankes und auch der Mahnung: Die richtete Bürgermeister Leonhard Wöhr beim Neujahrsempfang in der Weyarner Schulaula an die Anwesenden. Die Gemeinde dankt damit traditionell engagierten Bürgern.

Weyarn – Die Gemeinde hatte traditionell ehrenamtlich Engagierte und öffentliche Vertreter von Behörden und Organisationen zu Speis und Trank eingeladen.Bei strahlendem Sonnenschein trafen die geladenen Gäste in der geschmückten Aula ein. Es wurden viele Hände geschüttelt und Anekdoten ausgetauscht, während die Hausmusik Probst für musikalische Unterhaltung sorgte.

Seine Neujahrsrede eröffnete Wöhr mit einem kleinen Rückblick in die Deutsche Geschichte und wies auf die Vorzüge der Demokratie hin. Denn immer wieder bekämen die Bürgermeister Schreiben von Extremisten, die im Grunde genommen die Wiederherstellung der Rechtsverhältnisse des Deutschen Reiches fordern würden. „Keiner dieser extremistischen Appelle verfolgt eine bessere Staatsidee, sondern nur Rezepte der Vergangenheit, die nicht nur ideologisch ausnahmslos gescheitert sind, sondern auch viele Tote forderten,“ so Wöhr. Die Bürger seien aufgefordert, im Sinne der Demokratie solchen Bestrebungen von Anfang an entschieden entgegenzutreten.

Wöhr dankte in seinem Rückblick jenen, die tatkräftig an einer funktionierenden Gesellschaft mitwirken. Etwa den Mitgliedern des Arbeitskreises (AK) Ortsgestaltung und Verkehr, der erfolgreich wiederbelebt wurde, und dem neuen AK Gemeinsam Garteln. Ein großes Lob sprach der Bürgermeister auch dem AK Asyl aus, der aktuell rund 50 Personen ehrenamtlich begleitet. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts der Dorfgemeinschaft Seeham und des Fördervereins Kultur und Geschichte ist der Kreuzweg samt Kapelle in Seeham renoviert worden. Ebenfalls saniert wurden die Spielplätze im Goldenen Tal. Dank einiger unerwarteter Spenden hat der Weyarner Spielplatz neue Geräte bekommen, und die Grundschüler dürfen sich zudem über ein Klettergerät auf der Pausenwiese freuen.

Einer der Höhepunkte des Jahres sei der vom Weyarner „Außenminister“ Alois Killy organisierte „Staatsbesuch“ aus der Partnergemeinde Terre del Reno gewesen, zu der Mirabello nun gehört. Sein Amtskollege Roberto Lodiund die Delegation aus der neuen italienischen Gemeinde seien bei ihrem Aufenthalt im Dezember angetan gewesen von der hiesigen Gastfreundschaft, erzählte Wöhr. Der Gegenbesuch ist für Mai geplant.

Einen besonderen Dank richtete der Bürgermeister an die Feuerwehren in der Gemeinde. Das vergangene Jahr hatte die Ehrenamtlichen bei mehreren Löscheinsätzen, teils Großbränden gefordert. Lobende Worte brachte Wöhr auch den vielen musikalischen Botschaftern entgegen – etwa Max Obermüller und seinen Obermüller Musikanten, die ihr 130-jähriges Bestehen feiern und seit 15 Jahren als Hauskapelle im Münchner Hofbräuhaus aufspielen.

Leah Stefan 

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