Vom Bürgermeister skizziert

Radweg Weyarn-Miesbach: So könnte die Route verlaufen

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Bürgermeister Leonhard Wöhr hat einen möglichen Verlauf für den Radweg Weyarn-Miesbach skizziert. Die Route verläuft weitestgehend auf kommunalen Flächen, die Weyarn bereit wäre einzubringen.

Weyarn – Schnell, bequem und sauber mit dem Fahrrad von Weyarn nach Miesbach: Möglich machen soll das ein Radweg entlang der Staatsstraße 2073. Kreisstadt und Gemeinde treiben die Planungen gemeinsam voran, um in das nächste Förderprogramm des Freistaats zu rutschen. Im Gemeinderat präsentierte Weyarns Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) nun einen möglichen Routenverlauf, den er in einer „ganz persönlichen Machbarkeitsstudie“ skizziert hat. Grundlage für die Skizze sind Flächen an der Staatsstraße, die bereits im Gemeindebesitz sind.

„Wir haben zwar kein Geld, dafür aber Grund“, verdeutlicht Wöhr. Grund, den man bereit wäre einzubringen. Gefunden hat Wöhr so eine Route bis zur Gemeindegrenze, die auf Weyarner Flur weitestgehend auf kommunalen Flächen verlaufen würde. „Da war aber kein Fachplaner beteiligt, das ist rein auf meinem Mist gewachsen“, schickte Wöhr voraus, bevor er die Gemeinderäte per Laptop und Projektor mit auf eine Radltour nahm.

Weyarn bis Thalham: Rot eingezeichnet sind Gemeindestraßen oder kommunale Flächen.

Die potenzielle Route: Los geht’s am Weyarner Ortsausgang, von wo aus die Gemeindestraße die Radler rechter Hand der St 2073 gen Süden bringt. „Wir könnten uns überlegen, ob wir die Straße dann für den Verkehr sperren“, sagt Wöhr. Durch die Unterführung bei Stürzlham kreuzen die Ausflügler oder Pendler die Staatsstraße, bevor es nach einem kurzen Stück durch den Ortsteil den Stürzlhamer Berg hochgeht. „Da gehören dem Freistaat straßenbegleitende Grünflächen“, erklärt Wöhr. Einziges Problem: die Mauer auf der linken Straßenseite, die man wohl um „ein bis 1,5 Meter“ zurückbauen müsste.

Thalham bis Kleinpienzenau: Im südlichen Abschnitt bis zur Gemeindegrenze stehen viele Feldwege zur Verfügung.

Südlich des Bergs könnten fast durchgehend gemeindliche Feldwege genutzt werden, sodass die Radler über Thalham bis nach Großpienzenau und Kleinpienzenau gelangen. Dank einer Überführung und zweier Unterführungen müsste auf diesem Abschnitt laut Wöhrs Skizze lediglich eine Querung (kurz hinter Thalham) errichtet werden. Wie die Route ab Kleinpienzenau verläuft – östlich oder westlich der St 2073 –, hänge auch davon ab, so Wöhr, „wo die Schnittstelle mit Miesbach liegt“.

Der Gemeinderat zeigte sich überzeugt vom groben Verlauf. „Ein sehr guter Ansatz, auf dem wir aufbauen können“, lobte etwa Franz Demmelmeier (SPD). Das Gremium gab wenig überraschend einstimmig sein Einverständnis, gemeindliche Flächen für den Radweg zur Verfügung zu stellen.

Mit der Rückendeckung und der Skizze in der Aktentasche treffen sich Wöhr und seine Miesbacher Amtskollegin Ingrid Pongratz demnächst mit einem Planer vom Staatlichen Bauamt Rosenheim, dem Baulastträger des Projekts. Dieser soll einen fachlichen Blick „auf meine laienhafte Planung“ werfen, so Wöhr. Sein Ziel: Sollte der Radweg ins Förderprogramm für 2020 bis 2024 aufgenommen werden, sollen die Pläne griffbereit in der Schublade liegen. „Ich will nicht warten, bis das Geld bewilligt ist“, betont Wöhr. „Bis dahin will ich alles erledigt haben, was wir erledigen können.“ Dazu zählen Verhandlungen mit Grundeigentümern. Ganz ohne Grundstückskäufe, weiß Wöhr, komme man trotz hohem Eigenanteil nicht aus.

Rubriklistenbild: © dak

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